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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 19:40 Uhr

Debatte : Wie wird sich Rostock entwickeln?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Podiumsdiskussion auf der Hausbau-Messe sucht nach Antworten für das eigene Heim und für Mietwohnungen

Die Hansestadt wird künftig weiter wachsen. Bis zum Jahr 2030 prognostiziert eine aktuelle Studie eine Einwohnerzahl von 230 000. Unter dem Motto „Rostock 2030 – Chancen und Risiken der Stadtentwicklung“ haben Vertreter aus der Stadtverwaltung und der Rostocker Wirtschaft bei der Hausbau-Messe diskutiert. Im Podium saßen Ralph Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft, Gert Proba, Prokurist von Rostock Business, Karsten Pannwitt, Vorstandsmitglied der Ostseesparkasse (Ospa) und Helge Meyer, Vertriebsleiter des Ospa Immobilienzentrums.

Viele Interessierte an einem eigenen Heim haben nicht die Möglichkeit, in der Hansestadt zu bauen, sondern müssen an den Stadtrand beziehungsweise ins Umland ausweichen, beschreibt Meyer die Situation für seine Kunden. Dort sei es zwar preislich günstiger, allerdings würden unter Umständen die gewünschten sportlichen, kulturellen und schulischen Angebote fehlen. Doch auch die umliegenden Gemeinden können nur in einem bestimmten Umfang wachsen. Bei vielen sei bereits das Maximum erreicht, so Müller.

Aus dem Podium wurde die Frage der Eingemeindung einiger umliegender Ortschaften gestellt, da dies eine Lösung für eine Erweiterung der Hansestadt sein könnte. Diese Möglichkeit bejahte Müller, jedoch sei es eine Grundsatzfrage, die nicht im Stadtplanungsamt entschieden werde.

Auch das Thema Wohnen im Alter war Schwerpunkt der Diskussion. Gleichzeitig werden künftig immer mehr ältere Menschen auf der Suche nach einer Wohnung in der Hansestadt sein. Wohnten sie bis dahin in einem eigenen Haus mit ihren Kindern, so wird dies eines Tages zu groß für sie sein und sie werden sich auf die Suche nach einer Eigentums- oder einer Mietwohnung machen, beschreibt Meyer.

Im Jahr 2030 werden demzufolge viele Rostocker zur Altersgruppe der über 80-Jährigen gehören. „Auch für sie müssen Lösungen für innerstädtisches Wohnen wie barrierefreies, altersgerechtes oder betreutes Wohnen gefunden werden“, so der Vertriebsleiter des Immobilienzentrums.

Ein weiterer Punkt in der Diskussion war die Integration des Gewerbes in die Stadtplanung. Karsten Pannwitt machte darauf aufmerksam, dass der Wohnungsengpass auch zu Lasten der Attraktivität der Stadt gehen kann. Wenn Unternehmen nur wenige Möglichkeiten zur Ansiedlung hätten, würden sie den Standort wechseln. Insgesamt zeigte die Diskussion verschiedene Blickwinkel in der Debatte um die künftige Stadtentwicklung.

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