Bürgerforum zum Lärmaktionsplan : Wie laut ist die City?

Foto: Georg Scharnweber
Foto: Georg Scharnweber

Die Straßen der Hansestadt sind zu laut. Besonders große Probleme machen die L 22 entlang des Stadthafens, die Hamburger Straße oder der Südring. Das Lärmforum diskutierte nun Lösungsansätze.

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23. Mai 2013, 10:30 Uhr

Rostock | Die Straßen der Hansestadt sind zu laut. Besonders große Probleme machen die L 22 entlang des Stadthafens, die Hamburger Straße oder der Südring. Auf dem zweiten Bürgerforum zum Lärmaktionsplan wurden Vorschläge und Lösungsansätze für das Zentrum Rostocks diskutiert - dazu gehören die Stadtmitte, Reutershagen, Südstadt, Biestow, Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Hansaviertel, Gartenstadt und Stadtweide. Im Vergleich zu den anderen Stadtgebieten liegen diese weit vorn in der Lärmbelästigung.

Schon der erste Lärmaktionsplan von 2008 hat viele Änderungen bewirkt, dennoch weiß Umwelt- und Bausenator Holger Matthäus (Grüne), dass noch einiges zu tun ist: "Die L 22 ist weiterhin eine Lärmquelle. Zwar gibt es inzwischen eine grüne Welle und lärmabsorbierenden Asphalt", so der Senator, doch sei man noch immer beim Optimieren. Eine deutlich merkliche Veränderung könnte es in Reutershagen in der Ulrich-von-Hutten-Straße geben. Dort soll der Straßenbereich ganz anders organisiert werden. "Eine gute Möglichkeit wäre es, die Fahrbahn einspurig zu gestalten und die bisherige zweite Spur als Fahrradstreifen zu nutzen", erklärt Alexander Reimann vom Planungsbüro LK Argus. Ähnliches wäre auch in der Händelstraße möglich, in der ebenfalls ein Schutzraum für Radfahrer entstehen könnte, wie er schon jetzt in der Kopernikusstraße existiert.

Ein Wunsch, der von vielen der etwa 40 anwesenden Bürger zu hören war: Eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit und vor allem die Einhaltung derer in den Tempo-30-Zonen. "Möglich wäre eine Durchsetzung zum Beispiel ganztags in der Herweghstraße und nachts in der Blücherstraße", so Reimann weiter.

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