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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. August 2017 | 07:07 Uhr

Rostock : WG Union plant Südstadt-Bauten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

In der Tychsenstraße sollen für 13,8 Millionen Euro drei Mehrgeschosser mit insgesamt 66 Wohnungen entstehen

Bis Ende 2018, Anfang 2019 will die WG Union im Gebiet „Am Hellberg“ 66 neue Wohnungen bauen. In die drei Viergeschosser entlang der Tychsenstraße investiert das Unternehmen rund 13,8 Millionen Euro. Jede der Zwei- bis Vierraum-Wohnungen soll über 60 bis 100 Quadratmeter Fläche, einen eigenen Stellplatz in der Tiefgarage sowie über Balkon oder Terrasse verfügen. Gestaltet werden sie barrierefrei, die oberen Etagen sind per Aufzug zu erreichen.

„Die Nettokaltmieten wollen wir möglichst unter zehn Euro pro Quadratmeter halten, denn nur unter dieser Grenze kann man nach unserer Auffassung von bezahlbarem Wohnraum in Rostock sprechen“, sagt Vorstand Volker Fritz. Derzeit geht er von etwa 9,50 Euro pro Quadratmeter aus. Noch gebe es aber keine Baugenehmigung. „Wir rechnen damit, dass wir den Antrag im Spätsommer einreichen können“, so Fritz. Läuft alles glatt, könnten die Bauarbeiten Anfang 2017 starten. Das zugehörige 5200 Quadratmeter große Grundstück hat die WG Union bereits im vergangenen Dezember gekauft.

Schon in den zurückliegenden Jahren hat das Unternehmen kräftig investiert. Allein zwischen 2012 und 2015 entstanden so 226 neue Wohnungen mit Nettokaltmieten zwischen 8 und 11,19 Euro pro Quadratmeter. Für den Ausreißer nach oben sind höhere Kosten beim Bau in der Grubenstraße verantwortlich, so Fritz. Derzeit errichtet das Unternehmen 203 Wohnungen im Kurt-Schumacher-Ring und in der Gutenbergstraße. Deren Fertigstellung ist im August oder September dieses Jahres beziehungsweise 2017/18 geplant, die Nettokaltmiete soll bei jeweils 8,50 Euro liegen.

Zusammen mit der Anlage am Hellberg sind darüber hinaus in der ehemaligen Allende-Klinik in Lütten Klein 242 weitere Wohnungen in Planung. Bei den Neubauten liegt die Miete deutlich über der älterer Bestandswohnungen. Mit Stichtag 31. Dezember 2015 betrug sie bei den rund 9600 Wohnungen im Schnitt 5,41 Euro kalt pro Quadratmeter.

Um die Belastung der Unternehmen bei den Baukosten und damit auch die der Mieter zu reduzieren, sieht die Branche Bund, Länder und Kommunen in der Pflicht. In der Studie „Kostentreiber Wohnungsbau“ hat das Verbändebündnis Wohnungsbau sie und ihre Vorgaben als Hauptursache der Preisentwicklung identifiziert. Allein die mehrfach überarbeitete Energieeinsparverordnung habe die Bauwerkskosten seit dem Jahr 2000 um 6,5 Prozent in die Höhe getrieben. Kommunen wie Rostock könnten über den Verkauf von kostengünstigem Bauland zu bezahlbarem und sozialem Wohnraum beitragen.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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