Werftdreieck : WG Marienehe baut 120 Wohnungen

Das Konzept steht: Nun geht es an die Realisierung. Hans-Joachim Lüdemann baut mit seiner WG Marienehe 120 neue Wohnungen an der Warnow.
Das Konzept steht: Nun geht es an die Realisierung. Hans-Joachim Lüdemann baut mit seiner WG Marienehe 120 neue Wohnungen an der Warnow.

Genossenschaft bietet ab 2016 Platz für neue Mieter auf dem ehemaligen Werftgelände. Außerdem soll der Hellingkran instand gesetzt werden

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07. Februar 2014, 06:00 Uhr

Nun ist es amtlich: Die Wohnungsgenossenschaft (WG) Marienehe baut am Werftdreieck zwei neue Wohnblöcke. Gestern wurde der erste Spatenstich für den Gebäudekomplex gesetzt. Entstehen sollen rund 120 Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen sowie ein neues Verwaltungshaupthaus der Genossenschaft. Darüber hinaus werden voraussichtlich eine kleine Bummelmeile, ein Café und ein Kinderspielplatz errichtet. „Wir bauen Mietwohnungen für Genossenschaftsmitglieder. Es gibt schon jetzt jede Menge Interessensbekundungen“, sagt Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Lüdemann. Vor rund zwei Jahren hat die Wohnungsgenossenschaft die beiden Grundstücke entlang der Hellingstraße von der Hamburg-Rostocker Investitionsgesellschaft abgekauft. Damals sollte das Gelände zum Gewerbegebiet umgebaut werden. „Es gab lange B-Plan-Diskussionen. Aufgrund der städtischen Entwicklung und der steigenden Einwohnerzahl in Rostock haben wir die Erlaubnis bekommen, Wohnungen zu bauen“, erzählt Lüdemann.

Die neuen Gebäude sollen ein Angebot für alle Generationen sein. „Die Wohnungen werden zwischen 50 und 100 Quadratmeter groß sein und alle über einen Balkon verfügen. Außerdem ist für alle Parteien der Warnowblick gewährleistet“, verspricht Lüdemann. Darüber hinaus soll es auf jeder Etage einen Fahrstuhl geben. Der Baubeginn des ersten Wohnblockes mit dem Namen „Werftkristalle“ ist für Ende dieses Jahres angesetzt. Schon 2016 sollen die ersten Mieter einziehen. „Die Erschließung des Grundstückes ist in drei Bauphasen eingeteilt. Zunächst errichten wir unser neues Geschäftsgebäude mit 1250 Quadratmetern Gewerbefläche auf drei Etagen“, so Lüdemann. Mit dem Bau des zweiten Wohnblockes soll 2016/2017 begonnen werden.

Die WG Marienehe bietet vornehmlich Mietwohnungen in den Stadtteilen Lichtenhagen, Groß Klein, Lütten Klein, Evershagen, Schmarl, Reutershagen, Südstadt, Dierkow, Toitenwinkel und der Nördlichen Altstadt an. Der Leerstand liege laut Lüdemann seit Jahren unter einem Prozent. Zuletzt hat die Genossenschaft in Alt-Reutershagen 155 Wohneinheiten errichtet.

Mit dem neuen Projekt stellt sich die Genossenschaft vor eine große Herausforderung: Auf dem Bau-Gelände befindet sich der denkmalgeschützte Hellingkran. Schon im Frühjahr dieses Jahres soll er entrostet werden und einen neuen Korrosionsschutz bekommen. „Es ist auch in unserem Interesse, dass der Kran rekonstruiert wird. Er soll in das neue Wohngebiet integriert werden“, so Lüdemann. Die Instandsetzung des Kranes würde rund 250 000 Euro kosten, etwa 200 000 Euro will die WG Marienehe dazugeben.

Erste Schritte zum Umbau der ehemaligen Neptun-Werft seien schon vor 15 Jahren unternommen worden. „Damals ging es aber um eine gewerbliche Erschließung, nicht um Wohnungsbau“, erinnert sich Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). „Am 2. August 2007 wurde dann der Grundstein für das erste Wohnhaus auf dem ehemaligen Werftgelände gelegt. Damals war das Risiko, in einer Industriebrache zu bauen, riesig.“

Knapp ein Jahr später wurde das Neptun-Einkaufscenter eingeweiht. „Das Gelände wird zusehends erschlossen. Die Gestaltung des Wertdreiecks ist weiter in der Diskussion und der Landestourismusverband baut am Warnowufer sein Haus des Tourismus“, sagt Methling. Hans-Joachim Lüdemann will mit den neu entstehenden Wohnungen dazu beitragen, eine Hafen-City aufzubauen – ähnlich wie in der Metropole Hamburg. „Wir bauen hier an einem historischen Standort mit besonderer Lage am Wasser“, sagt er.

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