Nach Einbruch : Werkstatt-Projekt steht auf der Kippe

Diebe haben die Werkstatt des Schmarler Jugendclubs ausgeräumt.
Diebe haben die Werkstatt des Schmarler Jugendclubs ausgeräumt.

Diebe stehlen Materialien im Wert von 5000 Euro und gefährden so neues Unterrichtsfach der Krusensternschule

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13. August 2015, 15:00 Uhr

Eigentlich wollte das Kinder- und Jugendzentrum Schiene ab dem neuen Schuljahr seine Holzwerkstatt im alten Schmarler Bahnhofsgebäude für die Kinder der Krusensternschule öffnen. Das Vorhaben ist jetzt aber in Gefahr: Unbekannte sind in der Nacht zum 3. August in den Jugendclub eingebrochen und haben Werkzeuge und Technik im Wert von knapp 5000 Euro gestohlen. „Wir gehen davon aus, dass die Diebe sich auskannten“, so Elke Bohn, die im Stadtteil- und Begegnungszentrum (SBZ), zu dem der Jugendclub gehört, für die Gemeinwesenarbeit zuständig ist.

Die Unbekannten hätten sich über eine Stelle Zutritt verschafft, die nicht offensichtlich einsehbar ist, sagt Elke Bohn. „Sie haben die Sträucher vor dem Maschendrahtzaun niedergetreten und dann ein Loch hineingeschnitten. Außerdem haben sie die Bewegungsmelder ausgeschmissen.“ Das Hauptgebäude hätten die Einbrecher dagegen gar nicht erst betreten. „Wir glauben, sie wussten, dass das Haus gesichert ist“, sagt die Sozialpädagogin.

Die gestohlenen Arbeitsmaterialien, unter denen Bohrmaschinen, Sägen, Schraubendreher, aber auch der Computer der Handwerker waren, sollten für ein neues Wahlpflichtfach der Krusensternschule eingesetzt werden: In Zusammenarbeit mit dem Jugendclub sollten die Schüler Handwerksunterricht bekommen. Ob das nun umgesetzt werden kann, ist fraglich. Denn: „Solange das Verfahren der Staatsanwaltschaft nicht abgeschlossen ist, greift die Versicherung nicht“, sagt Elke Bohn. Ohne das Geld fehlen die Mittel für neue Arbeitsmaterialien. Deswegen suchen die SBZ-Mitarbeiter jetzt nach alternativen Wegen, um den Unterricht doch noch absichern zu können.

Die Eigentümerin des Jugendclub-Gebäudes, die Igemet GmbH, hat umgehend reagiert und 600 Euro gespendet. „Sie waren von dem Diebstahl hochgradig entsetzt und aus dem Stand heraus total solidarisch“, so Elke Bohn.

Das Gemeinschaftsprojekt mit der Krusensternschule aufzugeben, komme trotz allem zumindest zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht infrage. „Versprochen ist versprochen.“

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