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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. Oktober 2017 | 05:25 Uhr

Rostock : Werftdreieck: Planung und Hürden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bauministerium muss über Heinkelmauer entscheiden. Der Bebauungsplan für 700 Wohnungen soll bis Ende 2017 ausgelegt werden

von
erstellt am 18.Jan.2017 | 06:25 Uhr

Auf der grünen Wiese ist noch nichts zu sehen, aber bei der Wiro laufen die Vorarbeiten für das neue Quartier mit rund 700 Wohnungen im Werftdreieck.

Stand und Ausblick

Ende 2016, so informiert Prokurist Christian Jentzsch, hatte sich das Unternehmen mit Fachämtern der Hansestadt zu den Gutachten beraten: zu Verkehrskonzept, Altlasten, hydrologischem Konzept für den Kayenmühlengraben, Emissionsschutzgutachten. Konzepte für Klimaschutz und Energieversorgung würden gerade ausgeschrieben. Das Gutachten zu Luftschadstoffen sei noch in Arbeit. „Die Zielsetzung ist, bis Ostern einen Funktionsplan auszuarbeiten.“ Er wird die Vorstufe des Bebauungsplanes und öffentlich vorgestellt. Der B-Plan soll bis Ende 2017 ausgelegt werden.

Die Heinkelmauer

Streitpunkt ist die Heinkelmauer. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte sich mit der Auffassung der Rostocker Behörde, das Bauwerk müsse abgerissen werden, nicht zufrieden gegeben. Ein Ingenieurbüro wurde beauftragt, weitere Gutachten zu erstellen. Ergebnis: „Es gibt immer noch kein Einvernehmen“, so Jentzsch. Nun ist das Bauministerium als nächst höhere Instanz gefragt.

Der Bau

Den städtebaulichen Wettbewerb für das neue Wohngebiet haben die Wiener Architekten Michael Frischauf und Albert Wimmer gewonnen. Ihr Entwurf sieht vier- bis siebengeschossige Wohnblöcke, Terrassen, Gärten, Studentenwohnheim, Kita, Garagen, Einzelhandel, Fahrradwerkstatt und einen zweieinhalb Hektar großen Park vor. Wie die Häuser aussehen, werden erst hochbauliche Wettbewerbe festlegen. Allerdings sollen nicht alle Gebäude gleich aussehen.

 

Verkehr und Natur

Zwischen Einmündung Doberaner Straße und Holbeinplatz fahren täglich bis 38 000 Fahrzeuge. Planer rechnen mit 10 000 mehr durch die Erschließung im Umkreis, deswegen soll der Verkehrsdoppelknoten Max-Eyth-Straße/Holbeinplatz entwirrt werden. Durch die Max-Eyth-Straße soll kein Verkehr, sondern nur noch Regenwasser im geöffneten Kayenmühlengraben fließen. Eine neue Straße entsteht von der alten Kesselschmiede am Neptuncenter bis zur Lübecker Straße, um mit der Maßmannstraße den neuen Doppelknoten zu bilden.

 

Bürgerbeteiligung

Seit Anfang 2015 beteiligte die Wiro in Absprache mit der Stadt die Rostocker. Mit den Hochbauwettbewerben in diesem Jahr soll die Beteiligung wieder reger werden. Im Internet informiert die Wiro unter werftdreieck-rostock.de

 

Kommentar der Autorin

Es ist ein Langzeitprojekt, das neue Quartier und trotzdem: Manchen kann es nicht lange genug dauern. Ich bin zwar auch kein Freund von immer mehr Bauten mitten in der Stadt, aber a) ist das Werftdreieck-Projekt vielversprechend und b) wo wäre die KTV, die Stadt, hätte sie vor mehr als 150 Jahren so gedacht?

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