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16. Dezember 2017 | 18:02 Uhr

Werftdreieck: Neuer Plan für Umbau

vom

svz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 08:32 Uhr

Rostock | In die Umgestaltung des Rostocker Werft dreiecks kommt neuer Schwung. Das Amt für Stadtplanung hat einen Rohentwurf vorgelegt, der eine komplette Neuaufteilung des Gebiets vorsieht. Gestern stellte Amtschef Ralph Müller den Plan im Wirtschaftsausschuss vor, im Oktober soll die Bürgerschaft darüber abstimmen. Dann könnten die Feinarbeiten beginnen.

Laut Entwurf soll die Max-Eyth-Straße bis hinter die denkmalgeschützte Heinkel-Mauer Richtung Osten verschoben werden. Dadurch entstünde im Westen Platz für die Ansiedlung des Sportartikel-Discounters Decathlon sowie eines Kraft-Möbelhauses oder eines Baumarktes. Weiteres Gewerbe wäre in Nachbarschaft zu den Bahnschienen denkbar. Die heutige Max-Eyth-Straße hingegen dürfte auch nach ihrem Rückbau nicht mit Gebäuden bebaut werden, weil sich ein großer Mischwassersammler unter ihr befindet.

Im Osten der verlegten Straße, dem dann kleineren eigentlichen Werftdreieck, stünden 1,5 Hektar für höherwertiges Gewerbe oder kleinteiligen Handel zur Verfügung. Für Wohnungen hingegen sieht Müller die Voraussetzungen im gesamten Gebiet nicht gegeben. Es sei einfach zu laut so nah an einer Hauptstraße und an der Bahn. "Sonst hätten wir da längst Wohnungen", sagt der Amtschef. Anders als für die unter Bestandsschutz fallenden Häuser beispielsweise entlang der ähnlich lauten Hamburger Straße, würden an Neubauten deutlich schärfere Anforderungen gestellt. Die seien unter anderem im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgelegt.

Die Straßenbahn soll aus Kostengründen und entgegen früherer Entwürfe nicht mehr bis zum Neptun-Einkaufscenter verschoben werden, sondern nur bis hinter die Heinkel-Mauer. Das Denkmal befände sich dann allerdings zwischen der Lübecker Straße mit ihren schon jetzt 45 000 Autos täglich und der Straßenbahn. "Da sträuben sich mir die Nackenhaare, dann braucht man auch nicht mehr von einem tollen Denkmal zu sprechen", sagt Anke Knitter (SPD), Mitglied des Wirtschaftsausschusses.

Kritik an den Plänen übt auch Ausschussmitglied Thoralf Sens (SPD): "Damit provoziert man wie an der Holzhalbinsel einen städtebaulichen Missstand." Für die Ansiedlung von gestalterisch hässlichen Baumärkten gebe es Gewerbegebiete wie Schutow. In der Innenstadt hingegen hätten sie nichts zu suchen. "Neben dem Schweriner Schloss finde ich auch keinen Baumarkt", so Sens.

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