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Lebensretter : Werft-Kur für „Arkona“ und „Caspar“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die „Vormann Jantzen“ übernimmt in der Abwesenheit den Bereitschaftsdienst. Das Info-Zentrum steigert mit Fahrsimulator die Attraktivität.

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Alle zwei Jahre steht für den Seenotrettungskreuzer „Arkona“ und das Tochterboot „Caspar“ ein etwa achtwöchiger Werft-Aufenthalt an. In Kürze ist es wieder so weit. Bei diesem Termin Ende Januar ist unter anderem die Reparatur des Getriebes und die Beseitigung von Mängeln geplant. Außerdem muss der Schiffsrumpf von Bewuchs befreit werden. „Denn zur Saison soll das Schiff wieder richtig schick am Liegeplatz sein“, sagt Jörg Westphal, der Chef des Informationszentrums der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Seenotkreuzer müssen 30 Jahre bestehen. Um dieses Alter zu erreichen, ist eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung notwendig. In der Werftzeit macht die „Vormann Jantzen“ am Strom fest, damit Seenoteinsätze abgesichert sind. Und wie alles, was die DGzRS bezahlen muss, wird auch dieses Vorhaben über Spenden finanziert.

Das ist nur eine der vielen Neuigkeiten, die Jörg Westphal parat hat. Eine weitere Attraktion gibt es seit Kurzem im Info-Zentrum, Am Leuchtturm 1: „Wir haben jetzt einen Fahrsimulator aus Bremen bekommen“, erklärt Jörg Westphal. Dort können Besucher gegen eine Spende von einem Euro fünf Minuten das Gefühl haben, selbst einen Kreuzer zu steuern. Solche Attraktionen tragen dazu bei, dass sich die Anzahl der Besucher um ein Vielfaches erhöht hat. „Wir hatten im Herbst mehr als 300 Gäste pro Woche“, sagt der Leiter des Zentrums, das seit seinem Umbau deutlich an Attraktivität gewonnen hat.

Für dieses Jahr gibt es ganz neue Pläne: „Auch wenn das Jantzen-Jahr mit dem 150. Todestag Geschichte ist, wollen wir vielleicht künftig regelmäßig einmal im Jahr an diesen tapferen Seenotretter erinnern“, sagt Jörg Westphal. Gemeinsam mit Doc Andreas Buhse aus dem Coaast-Rock-Laden ist die Idee entstanden, für das Wochenende vom 3. bis 5. Oktober etwas Kulturelles auf die Beine zu stellen, bei dem Vormann Stephan Jantzen und seine Verdienste gewürdigt werden. Eigens zum 150. Todestag des verdienstvollen Warnemünders im vergangenen Jahr wurde eine Suite geschrieben und im Kurhausgarten aufgeführt. Material gibt es also genug. Zu dem Anlass waren die Nachfahren des Lotsenkommandeurs aus Südafrika, Österreich und Deutschland angereist.

Ein weiteres Vorhaben von Jörg Westphal ist: „Wir wollen vielleicht künftig einmal im Monat eine Lesung organisieren. Die muss auch nicht immer mit Stephan Jantzen zu tun haben, sondern kann sich mit dem Wetter beschäftigen, mit Seeunfällen oder dem Lotsenwesen.“ Wenn dazu Konkretes feststeht, werden die Termine bekannt gegeben. Außerdem steht die Finanzierung noch nicht komplett.

Sehr gut läuft die Zusammenarbeit mit der Tourismuszentrale und dem Heimatmuseum in Sachen Ferienangebote. Auch das hat zu den vielen Besuchern beigetragen.

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