Wer hat Ingolf P. getötet?

<strong>Nach dem Fund </strong>einer Leiche in der Warnemünder Schillerstraße haben die Ermittler noch keinen konkreten Tatverdächtigen. <foto>stefan Tretropp/Archiv</foto>
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Nach dem Fund einer Leiche in der Warnemünder Schillerstraße haben die Ermittler noch keinen konkreten Tatverdächtigen. stefan Tretropp/Archiv

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11. Januar 2013, 09:29 Uhr

Rostock | Gut einen Monat nach dem Fund des getöteten Mannes in der Warnemünder Villa von Frank Pagelsdorf haben die Ermittler noch immer keine heiße Spur. "Nachdem wir den Zeugenaufruf veröffentlicht hatten, sind schon einige Hinweise eingegangen", sagt Holger Schütt, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Sie werden zurzeit aber noch ausgewertet. Einen konkreten Tatverdächtigen gibt es laut Schütt noch nicht.

Die Ermittler nehmen weiter Hinweise entgegen, die helfen könnten, die genauen Umstände des Todes von Ingolf P. zu klären. Insbesondere sind sie interessiert an Informationen über den Aufenthaltsort von Ingolf P. ab dem 22. November 2012 sowie an Hinweisen auf Personen, mit denen er gesehen wurde oder zu denen er Kontakt hatte. Zeugen, die Ingolf P. oder seinen blauen Mercedes Benz Coupé in dieser Zeit in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze gesehen haben, wurden ebenfalls gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Der 70-Jährige wurde am 7. Dezember tot - und offenbar als Opfer eines Verbrechens - in seiner Wohnung im Erdgeschoss der Warnemünder Villa in der Schillerstraße gefunden. Die Leiche des Mannes hatte dort schon länger unentdeckt gelegen.

Getötete Liebesdame: Anklage steht kurz bevor

In einem anderen Aufsehen erregenden Fall vom Ende des vergangenen Jahres steht die Staatsanwaltschaft unterdessen kurz vor der Anklageerhebung. Dabei handelt es sich um den Fall der getöteten Prostituierten Yana M. aus der Ukraine. Die 52-Jährige wurde am 18. November 2012 in einer so genannten Modellwohnung - in der Frauen Liebesdienste gegen Geld anbieten - in der Doberaner Straße gefunden. Dort war sie verblutet.

Am Tag nach dem Fund ihrer Leiche stellte sich der 22-jährige Paul K. im Polizeirevier in der Ulmenstraße selbst. "Der Tatverdächtige legte ein Geständnis ab. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft", so Schütt. Der Staatsanwalt rechnet mit einer Anklage innerhalb der nächsten Wochen. Im Fall einer Verurteilung wegen Mordes droht Paul K. eine lebenslange Haftstrafe.

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