Interview : Wenn Falco auf Mercury trifft

Axel Herrig als Falco (l.), Sascha Lien als Freddie Mercury: Sie hatten beide keine Zeit, um mit ihrem Schicksal abzuschließen.
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Axel Herrig als Falco (l.), Sascha Lien als Freddie Mercury: Sie hatten beide keine Zeit, um mit ihrem Schicksal abzuschließen.

Einmalige Show kommt am 20. Februar nach Rostock: Hauptdarsteller Axel Herrig und Sascha Lien stehen Rede und Antwort

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16. Dezember 2014, 11:00 Uhr

Exzesse, Extreme, Drogen, Sex und Skandale prägten das ruhmreiche Leben von Falco ebenso wie das von Freddie Mercury. Eine neue Show bringt jetzt das schillernde Leben der Superstars auf die Bühne: „Falco meets Mercury“ ist gerade dabei, Deutschland zu erobern – und kommt am 20. Februar auch in die Rostocker Stadthalle. NNN sprachen mit Axel Herrig, der die Rolle des Falco bereits in „Falco meets Amadeus“ spielte, und mit Sascha Lien, der als Freddie Mercury 2007 für die Hauptrolle des Musicals „We will rock you“ entdeckt wurde. Außerdem im NNN-Gespräch: Aino Laos, die Rock Goddess, die Göttin, bei der sich Falco und Mercury begegnen.

„Muss ich denn sterben, um zu leben?“, „Who wants to live forever, when love must die?“ Diese Fragen stellen sich am Ende des Lebensweges der beiden ganz unterschiedlichen Weltstars Falco und Freddie Mercury. Beide wurden zu früh aus dem Leben gerissen. Falco 1998 mit 40 Jahren, Mercury 1991 mit 45. Keine Zeit blieb ihnen für Reflektionen, keine Zeit, um mit ihrem Schicksal abzuschließen.

Regie bei „Falco meets Mercury“ führte Elmar Ottenthal, der bereits mit „Falco meets Amadeus“ im Theater des Westens Geschichte schrieb. Der italienische Choreograf Deimos Virgillito überlässt nichts dem Zufall, um die Tänzer der Mepihisto Dancers im Zusammenspiel mit den Stars der Show in Szene zu setzen. Die musikalische Begleitung übernimmt die Bohemian Band.

Heute treffen wir die drei Solisten der umjubelten Erfolgsproduktion „Falco meets Mercury“. Ladies first: Aino Laos, Sie als Komponistin, Autorin und gefeierte Darstellerin verkörpern nun die Rock Goddess. Was ist hier Ihre Funktion?
Laos: Nach meiner letzten Rolle der Königin in „Snowhite“ griff ich nach den Sternen, der Rock Goddess. In dieser Funktion habe ich die Fäden in der Hand und zeige den beiden Stars, welcher Weg zu persönlichem Glück führen kann.

Der wäre?
Laos: Der Weg zu sich selbst, Selbsterkenntnis.
Axel Herrig, Sie als Falco-Darsteller, folgen Sie diesen Anweisungen?
Herrig: Von Falco weiß ich, dass es seine größte Angst war, die „Liebe der Vielen“, den Ruhm, den Erfolg zu verlieren. Das hat ihn geradezu paralysiert. Was sollte auch nach einem Nummer-1-Hit in Amerika noch kommen? Und genau dieser Frage stelle ich mich in unserer Produktion.

Und wie geht es aus?
Herrig: Na, mit der kleinen Hilfe von Freunden wird’s ein Fest. Nicht wahr Sascha?

Sascha Lien, Sie haben ja jahrelang die Hauptrolle in „We will rock you“ auf die Bühne gebracht. Welche Hilfe geben Sie denn Falco?
Lien: Die Endlichkeit zu erkennen. In dieser Produktion verkörpere ich den von mir sehr verehrten Freddie Mercury und habe mich natürlich mit allen biografischen Details dieses Stars befasst. Ein ausuferndes Leben wurde durch die totbringende Erkrankung Aids schon sehr früh beendet. Ich finde, dass sich diese Auseinandersetzung mit dem Tod sehr deutlich in seinen Kompositionen widerspiegelt.

Da sprechen Sie unter anderem bestimmt „Who Wants To Live Forever“ an… Axel Herrig, wie stehen Sie als Falco zu diesem Thema? Sie verkörperten diese Rolle ja schon mehr als tausendmal in der Produktion „Falco meets Amadeus“.
Herrig: „Muss ich denn sterben, um zu leben?“ – eine Zeile aus dem Song „Out Of The Dark“, aber auch die deutlich herauslesbare Verlustangst in „Jeanny“, beschreiben, wie auch dieser Künstler sich das Thema zu eigen gemacht hat.

Frau Laos, welche Mittel wählen Sie, um Ihre beiden Helden auf den richtigen Weg zu pushen?
Laos: „Push! Push!“ zum Beispiel. Ein nicht so bekannter Falco-Song. Musikalisch bewege ich mich zwischen beiden Künstlern und die ausdrucksvollen Bildwelten unseres Regisseurs Elmar Ottenthal ergeben einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Lien: Ja, wenn wir unsere Zugabe „The Show Must Go On“ gemeinsam singen, ist das für mich beinahe wie eine Neugeburt.
Herrig: Ist schon eine Macht, „The Sound Of Musik“.

Also der Sound, die Musik...
Lien: …wird von fünf großartigen Musikern in einem bombastischen Sound realisiert. Die Band ist mitten im Geschehen und die einzelnen Bandmitglieder rocken so ab, dass sie immer wieder mit Szenenapplaus belohnt werden.
Herrig: Und die Tänzer! Sie realisieren die vorhin von Aino angesprochenen Bilder, bei „Jeanny“ zum Beispiel läuft es mir immer wieder kalt den Rücken runter.
Laos: Ja, mir auch, wenn die in ihren weißen Masken auftreten und sich Kerzenlicht mit den Projektionen mischt: Emotion pur!

Herrig: Das sind schon große Theater-Momente! Oder Ainos „Don’t Stop Me Now“ – das ist wie eine Mischung aus Madonna und Mercury. Und die Tänzer spannen den Bogen zu einer Party zwischen diesen Welten. Das erlebst Du nur live. Den Abend mit „Falco meets Mercury“ vergisst Du nie.
Laos, Lien: Das versprechen wir. Euch erwartet ein Fest der Emotionen, traumhafte und sexy Kostüme, fetzige Choreografien in einer perfekten Mischung aus Theater und Show.

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