gesund in rostock : Wenn der Knochen bricht, kommt Dr. Westphal

Seit 2010 istDr. Thomas Westphal Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Südstadt. Dabei wollte er in der Kindheit eigentlich Kriminalkomissar oder Fußballtrainer werden.
Seit 2010 istDr. Thomas Westphal Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Südstadt. Dabei wollte er in der Kindheit eigentlich Kriminalkomissar oder Fußballtrainer werden.

Der Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie kümmert sich um Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates

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20. August 2015, 15:30 Uhr

Knochen, Gelenke, Muskeln, Bänder, Sehnen – wenn Dr. Thomas Westphal, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Südstadt, zu Rate gezogen wird, handelt es sich in der Regel um Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates. „Das beginnt mit der kleinsten Schnittwunde und endet mit der Versorgung von Schwerverletzten im Schockraum“, so der Mediziner. Westphal und sein Team behandeln jährlich rund 7000 Unfallpatienten. „Darunter sind rund 100 schwer verletzte Patienten, von denen ein Viertel in einer lebensbedrohlichen Situation schwebt“, ergänzt Westphal.

Die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie ist als regionales Traumazentrum zertifiziert. In diesem Zusammenhang sei es Voraussetzung, dass die Klinik eine komplette Diagnostik schwer verletzter Patienten in weniger als 30 Minuten gewährleisten kann. Dazu arbeite ein hochqualifiziertes Schockraumteam aus Anästhesisten, Radiologen, Viszeralchirurgen und Unfallchirurgen eng zusammen. Gemeinsam treffen sie die Entscheidung, ob der Patient in den OP muss. Erst im vergangenen Jahr wurde am Klinikum ein neuer moderner Operationssaal in Betrieb genommen. Acht bis zehn unfallchirurgische und orthopädische Eingriffe stünden täglich an. „Wir kommen auf etwa 3000 Operationen im Jahr“, sagt Westphal und bedauert gleichzeitig: „Man kann leider nicht jeden Schaden, den ein Unfall angerichtet hat, wegoperieren. Es wird immer Patienten geben, die mit den Folgen ihres Unfalls leben müssen.“ Unfallchirurgische Eingriffe würden vor allem bei Knochenbrüchen sowie Hand- und Wirbelsäulenverletzungen erfolgen. Aber auch Hüft- und Knieprothesen sowie Arthroskopien würden einen entscheidenden Part der Arbeit einnehmen. Westphal prognostiziert: „Auch wir spüren den demografischen Wandel ganz deutlich. Er hat starke Auswirkungen auf das gesamte Klinikpaket. Verschleißerkrankungen werden weiter zunehmen.“

Neben den Operationen führen die Ärzte montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr Sprechstunden durch. „Im Laufe des Jahres behandeln wir zirka 4000 Patienten ambulant“, so Westphal. In der Ambulanz würde alle Patienten betreut, die eine Beratung zu einer Erkrankung wünschen, bei denen eine Operation geplant ist, die einen Arbeitsunfall erlitten haben oder die nach einer Behandlung in der Klinik von den Ärzten weiterbetreut werden. „Unsere Spezialsprechstunden werden von Fachärzten mit der jeweiligen Zusatzweiterbildung betreut. Dass wir diese Spezialisten haben, unterscheidet uns von anderen Kliniken“, so Westphal. Unter anderem hätten mehrere Ärzte des Teams die Zusatzqualifikation Sportmedizin erworben, sodass sämtliche Sportverletzungen und Überlastungsschäden am Klinikum behandelt werden können.

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