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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 13:06 Uhr

Warnemünde : Welle beschädigt Schiffe am Strom

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eigner geben Anzeigen bei der Wasserschutzpolizei auf / Hafenkapitän: „Die Ermittlungen zu den Ursachen laufen“

svz.de von
erstellt am 28.Jul.2015 | 17:00 Uhr

Die Besatzung des Seenotkreuzers „Arkona“ hat am Sonntag als erste Crew die Wasserschutzpolizei über eine ungewöhnlich große Welle am Alten Strom informiert. Der seemännisch Schwell genannte Wellenschlag soll in diesem Fall durch Fähren ausgelöst worden sein. So jedenfalls beschreiben es Warnemünder, Urlauber und Fahrgastschiffer. Das Ereignis hat zu Schäden an Schiffen und Booten geführt. „Das war gegen 8.35 Uhr“, sagt Polizeihauptkommissar Holger Kronert von der Wasserschutzpolizei. „Erschwerend kam dazu, dass der Wasserstand durch den starken Nordwest-Wind höher war als sonst und es Windstärken zwischen 7 und 8 gab“, so Kronert. Momentan listeten viele Bootseigner ihre Schäden auf und brächten sie zur Anzeige.

Dazu zählt Klaus Piorrek, Geschäftsführer der Antaris Seetouristik GmbH Rostock, mit ihrem Kutter „Zufriedenheit“. Das Schiff kann voraussichtlich erst morgen wieder fahren. „Der Landgang und die Scheuerleiste vorn sind beschädigt“, sagt Piorrek. Wie die anderen Betroffenen hat er den Schaden gemeldet.

Auf dem Seenotrettungskreuzer „Arkona“ musste die Crew um Vormann Mario Lange flexibel reagieren. Eigentlich war Tag der Seenotretter mit Open Ship. „Aber hier war die Gangway heraus gebrochen, der Kreuzer hatte durch den Schwell einen ordentlichen Hub nach hinten gemacht“, sagt Sprecher Christian Stipeldey. Dabei riss der Kreuzmacher zum Festmachen der Leine ab. Nachmittags halfen freiwillige Gäste an Bord. „Der Kreuzer muss jetzt in die Werft, aber zum Glück beeinträchtigt der Schaden nicht die Sicherheit, Funktionalität und Einsatzbereitschaft.“ Der Werfttermin ist für heute anberaumt, die Reparatur soll nachmittags fertig sein.

Auch Hafenkapitän Gisbert Ruhnke hat sich mit dem Hafenwart ein Bild gemacht. „Wir hatten schweren Sturm von Südwest, da ist es zulässig, dass Schiffe etwas schneller fahren dürfen als erlaubt, das nennt man sichere Geschwindigkeit“, erklärt er. „In diesem Fall liegt aber die Vermutung nahe, dass eine der Fähren die Geschwindigkeit zu schnell gewählt hat“, sagt er. Die Ermittlungen dazu laufen derzeit.

Die Reederei Stena Line teilte auf Anfrage zu dem Vorfall mit: „Aufgrund des starken Windes konnte die ,Mecklenburg-Vorpommern’ Sonntag nicht sofort einlaufen und lag eine Weile vor der Hafeneinfahrt. Dadurch kam es zu einer verspäteten Ankunft. Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse.“

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