Kultur : Weitblick: Kunsthalle erweitert Skulpturengarten

Für die Ausstellung „Schöne Aussicht“ haben Kuratorin Elke Neumann (r.) und Diplom-Studentin Wiebke Tiedemann die Skulpturen wie „Bellevue“ aus dem Garten in die Kunsthalle geholt.
Für die Ausstellung „Schöne Aussicht“ haben Kuratorin Elke Neumann (r.) und Diplom-Studentin Wiebke Tiedemann die Skulpturen wie „Bellevue“ aus dem Garten in die Kunsthalle geholt.

Ausstellungshaus installiert fünf Werke aus Sammlungsbestand im Außenbereich. Schau „Schöne Aussicht“ wird Sonnabend eröffnet.

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23. November 2017, 12:00 Uhr

Es ist ein Privileg der Kunsthalle, dass sie direkt am Schwanenteich liegt, mit vielen Freiflächen rundherum, sagt Leiter Jörg-Uwe Neumann. Das sie diese Weitläufigkeit künftig noch besser ausnutzen will, zeigt sich in der neuen Ausstellung „Schöne Aussicht“, die am Sonnabend eröffnet wird. Sie dreht sich um die Erweiterung des Skulpturengartens.

Fünf neue Stücke aus dem Sammlungsbestand zieren jetzt zusätzlich den Garten der Kunsthalle – immerhin. „Es gibt noch soviel, was nicht gezeigt werden kann“, sagt Kulturamtsleiterin Michaela Selling. Im Fundus befänden sich fast 10 000 Kunstwerke, davon allein 207 Skulpturen. Die Präsentation der neuen Freiraumskulpturen sei zeitgemäß, so Selling, Kunst und Natur bildeten eine harmonische Einheit. Das sei auch der Arbeit der Mitarbeiter des Amts für Stadtgrün zu verdanken, sagt die Kulturamtsleiterin. Finanziert wurde das Projekt mithilfe der Jahresköste der Kaufmannschaft zu Rostock. Die hat 2010 30 000 Euro an die Kunsthalle übergeben, die eigentlich den neuen Parkplatz finanzieren sollten. Der Platz wurde anderweitig bezahlt, das Geld umgewidmet, erklärt Kunsthallen-Chef Neumann. Um auf die Erweiterung aufmerksam zu machen – „und die Diskussion um den Bau des Uecker-Kastens aufzugreifen“, hat Kuratorin Elke Neumann die Schau „Schöne Aussicht“ konzipiert. Im Inneren der Kunsthalle werden die Skulpturen auf Papierwabenplatten der Rostocker Firma Yamaton abgebildet und erklärt. „Ziel ist es, den Blick bewusst auf sie zu lenken, sodass die Leute sie beim nächsten Spaziergang mit anderen Augen sehen“, sagt Elke Neumann. Auch stehe Knete bereit, um die Werke in Workshops selbst nachzubilden.

Der Skulpturengarten der Kunsthalle soll sogar noch mehr erweitert werden, sagt Uwe Neumann. „Perspektivisch könnte noch etwas Zeitgenössisches dorthin. Vielleicht 2019 zum 50. Geburtstag des Hauses“, verrät der Kunsthallen-Chef.

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