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Ausstellung zu 444 Jahren Universitätsbibliothek Rostock : Weit mehr als eine Büchersammlung

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Universitätsbibliothek Rostock - das bedeutet weit mehr als Bücher. Das bedeutet Zeugnisse von mehr als vier Jahrhunderten, Geschichte, Politik, Forschung und "große Schätze", wie Dr. Steffen Stuth sagt.

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erstellt am 20.Sep.2013 | 10:43 Uhr

Rostock | Universitätsbibliothek Rostock - das bedeutet weit mehr als Bücher. Das bedeutet Zeugnisse von mehr als vier Jahrhunderten, Geschichte, Politik, Fortschritt, Forschung und "große Schätze", wie Dr. Steffen Stuth, Leiter des Kulturhistorischen Museums, sagt.

In einer gemeinsamen Ausstellung der Universitätsbibliothek und des Kulturhistorischen Museums "Speicher des Wissens. 444 Jahre Universitätsbibliothek" werden diese zu Tage gefördert und den Rostockern und Gästen der Stadt zugänglich gemacht. "Sie sind so etwas wie ein gut gehütetes Geheimnis", sagt Robert Zepf, Direktor der Universitätsbibliothek. Die Ausstellung beginnt im Nordkreuzgang des Klosters mit der Vorgeschichte - der Gründung der Universität 1419. In drei Haupträumen werden die Anfänge, die Begründung der Bibliothek, aufgezeigt, wie die dezentralen Sammlungen von Büchern in Regentien, Wohnhäusern von Professoren und Studenten.

Eingerichtet wurde die Universitätsbibliothek 1569 von Nathan Chytraeus, den Dekan der Philosophischen Fakultät. Das Gründungsdokument ist sogar ausgestellt, ebenso wie das erste Buch, das der Bibliothek offiziell zuging: Platons "Omnia Opera" von 1556, oder auch einige der lückenlosen Kataloge aus den Jahrhunderten.

Es werden aber nicht nur Schriften gezeigt. Auch Bilder von Professoren und Bibliothekaren, die in den Jahrhunderten die Wände der verschiedenen Bibliotheksgebäude schmückten, sind ausgestellt oder auch astronomische Instrumente, ein Himmelsglobus von 1759 und das Präparat eines Krokodils. Das sind alles Dinge, die in der Bibliothek zu finden waren, zu den Lehrsammlungen zählten, erklärt Zepf: "Man hat versucht, die Welt, auch exotische Elemente, in den Bibliothekssaal zu bringen." Und so versucht auch die Ausstellung, ihrem Betrachter die Bibliothek möglichst nahe zu bringen, legt auch alte Regeln und Übersichten von Schenkungen dar. Im Südkreuzgang wird auf die DDR-Geschichte, Tauschbeziehungen mit anderen Bibliotheken und die Entstehung des Bibliotheksgebäudes in der Südstadt eingegangen. Im November wird ein Riesenatlas mit geöffnet 2,60 Metern Breite als Sonderexponat gezeigt. Donnerstags finden Führungen um 11 Uhr statt, an diesem Sonntag beginnt eine um 14 Uhr. "Es ist immer eine Bibliothek für alle Rostocker gewesen", sagt Zepf - das soll gezeigt und bestärkt werden.

Neubau geplant
In der Ulmenstraße soll in den nächsten Jahren ein zentrales Bibliotheksgebäude der Universität für die Bildungs-, Geistes- und Sozialwissenschaften errichtet werden. Im Haushaltsministerium ist ein Etat eingestellt. „Der Landtag entscheidet, ob die Pläne Wirklichkeit werden“, so der Direktor der Universitätsbibliothek, Robert Zepf. Der Bücherspeicher würde am Universitätscampus in der Innenstadt bleiben. Aber viele andere Standorte würden auf den neuen Zentralen zusammenfallen, so Zepf. Wo genau in der Ulmenstraße die Bibliothek entstehen wird, prüft der Betrieb für Bau und Liegenschaften. Direkt auf dem Campus zur S-Bahn-Haltestelle Parkstraße raus wäre eine Option, eine andere in der Nähe der Mensa. Die Bibliothek soll sich in das Campus-Konzept eingliedern, so der Direktor. Auch Bildungsministerium, Universitäts-Rektor und Fakultäten arbeiten dafür zusammen. Zepf hofft, dass der neue Standort 2019 eröffnen kann. Heute hat die Bibliothek noch zwölf Standorte in Rostock.

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