Abschluss : Weihnachtsmarkt wird abgebaut

Der Rostocker Weihnachtsmarkt endet mit guten Umsätzen am 4. Advent: Während vorne noch verkauft wird, packt hinter dem Stand von Backfisch-Udo bereits  Jörg Jennerjahn nicht mehr benötigte Waren zusammen.
Der Rostocker Weihnachtsmarkt endet mit guten Umsätzen am 4. Advent: Während vorne noch verkauft wird, packt hinter dem Stand von Backfisch-Udo bereits Jörg Jennerjahn nicht mehr benötigte Waren zusammen.

Nach 25 Tagen verschwinden die Buden und Fahrgeschäfte

svz.de von
23. Dezember 2013, 00:00 Uhr

Nach 25 Tagen hat heute früh der Abbau des Rostocker Weihnachtsmarktes begonnen. 800 Frauen und Männer sind seit 7 Uhr damit beschäftigt. Gleich nach 20 Uhr wurde schon gestern angefangen und bis gegen 3 Uhr die Nacht zum Tage gemacht. Nur so funktioniere es, erklärt Heiko Lange, der Leiter des Veranstaltungsbüros beim Großmarkt Rostock. Eine nur sehr kurze Pause musste vielen Schaustellern, den Technikern sowie der mit 15 Männern verstärkten Organisationsmannschaft um Großmarkt-Chef Jörg Vogt und seine „rechte Hand“ Heiko Lange damit ausreichen, ehe es weiterging. Für Kaffee und belegte Brote war aber gesorgt.

Auf insgesamt neun Zugmaschinen mit Aufliegern und teilweise auch noch mit Hängern wird ab heute die größte Weihnachtspyramide der Welt verladen. Die Dimension der Attraktion des Familienunternehmens von Inka und Henry Jacobs aus Tangerhütte wird angesichts des Demontage- und Transportaufwands beeindruckend deutlich. Auch das Team um die Schaustellerfamilie auch Sachsen-Anhalt weiß, dass ihnen der Großeinsatz noch eine Weile in den Knochen stecken wird. Inka Jakobs wünscht sich deshalb nur „viel Schlaf“ zu Weihnachten. Für sie selbst und ihren Mann geht der Weihnachtsmarkttrubel noch in Potsdam und Magdeburg mit anderen Fahrgeschäften ihres Unternehmens weiter.

Das schnee- und frostlose Wetter sei für die Arbeit gegen die Uhr ein Glücksfall, meinen die Abbau-Profis vom Großmarkt. „Was seit gestern Abend abläuft, hat mit Leistungssport zu tun“, sagt Heiko Lange. „Alle wollen nach Hause. Auch weil weite Heimreisen zu bewältigen sind, arbeiten alle Frauen und Männer, als würde es immer noch um Orden oder Prämien gehen“, so der Leiter des Veranstaltungsbüros. Einige Schausteller und Markthändler müssten bis nach Finnland, Lettland oder Polen mit den Ostseefähren. Andere wären mit ihrem Tross in die Niederlande oder nach München unterwegs.

Der Abbau folge einer genauen Logistik, erklärt Heiko Lange. „Es ist Baufreiheit zu schaffen, damit sich Akteure, Fahrzeuge, schwere Krantechnik sowie die Ausrüstungen nicht gegenseitig im Wege sind.“ Alle Plätze und Straßen der verschwindenden Weihnachtsmarkt-Kulisse wird der Großmarkt morgen zur Mittagszeit besenrein übergeben. Die Mitarbeiter der Stadtentsorgung absolvieren dabei mit den Männern vom Großmarkt wieder den „Zieleinlauf“.

Vorher haben die Männer vom Elektro-Anschluss-Service Rostock (EAS) ihre rund acht Kilometer Kabel und 120 Verteilerkästen geborgen und mehr als 800 Anschlüsse gekappt. In der Kröpeliner, der Breiten und der Langen Straße bleibt die Festbeleuchtung bis zum Neujahrstag. Die Riesenfichten am Kröpeliner Tor und am Haus der Schifffahrt werden am Freitag dieser Woche abgenommen. Auch Heiko Lange hat übrigens einen Grund, sich beim Abbau zu beeilen: „Heiligabend möchte ich ab 15 Uhr in St. Marien das Krippenspiel verfolgen – mit meinen Angehörigen, aber vor allem mit einem ruhigen Gefühl.“


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