Girls’ Day : Weg mit den Vorurteilen

In einer Männerdomäne behauptet sich Maria Kühl. Die 24-Jährige aus Rostock lernt im zweiten Jahr Kfz-Mechatronikerin.
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In einer Männerdomäne behauptet sich Maria Kühl. Die 24-Jährige aus Rostock lernt im zweiten Jahr Kfz-Mechatronikerin.

Noch immer wird zwischen typischen Männer- und Frauenberufen unterschieden. Doch damit soll Schluss sein.

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13. März 2014, 12:00 Uhr

Frauen in technischen Berufen sind bis heute eine Ausnahme. Auch im Handwerk scheint die Trennung in Männer- und Frauenberufe noch immer eine feste Grenze zu setzen. Damit diese Barriere mehr und mehr abnimmt, gibt es auch in diesem Jahr wieder den Girls’ Day. Am Donnerstag, 27. März, sind junge Mädchen eingeladen, vermeintliche Männerberufe genauer kennenzulernen und für sich auszuprobieren.


65 Prozent sind Männerberufe


„Junge Frauen haben in der Regel höhere Bildungsabschlüsse“, sagt Dirk Künnemann. „Dieses Potenzial sollte auch für alle Berufszweige genutzt werden.“ Der Mitarbeiter des Vereins Lunte organisiert den Girls’ Day. Auch in diesem Jahr hat er viele Firmen und Bildungseinrichtungen zum Mitmachen motivieren können. Mindestens das Thema Fachkräftemangel sensibilisiert die Unternehmen dafür, sich auch verstärkt um weibliche Bewerber zu bemühen. Und mehr noch: „Eine Frau in einem reinen Männerkollegium sorgt nicht selten auch dafür, dass sich das Arbeitsklima verbessert, der Umgangston freundlicher wird“, sagt Angela Budzisch, Leiterin des Fachbereiches Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Insgesamt 356 Arbeitsplätze für einen Tag sind für den 14. Girls’ Day organisiert worden, 190 davon sind noch frei. Bei Bundeswehr, Polizei und Universität waren schnell alle Plätze vergeben. Aber auch im Bereich Handwerk gebe es spannende Angebote, sagt Künnemann.

Für junge Mädchen lohnt es sich, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Denn rund 65 Prozent der Ausbildungsberufe sind männlich dominiert. Vor allem aufgrund gesellschaftlicher Vorurteile würden Schülerinnen darum bei der Wahl ihres Berufes häufig auf die Klassiker zurückgreifen, sagt Budzisch. Und das seien für Mädchen die kaufmännischen Berufe. Dennoch sei ein langsames Umdenken spürbar, so Künnemann.

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