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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Oktober 2017 | 00:38 Uhr

Brunnen : Wasser marsch in Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Brunnen der Lebensfreude am Universitätsplatz eingeschaltet / 23 Anlagen folgen

von
erstellt am 21.Apr.2014 | 10:00 Uhr

„Das Wasser ist ganz kalt“, sagt die vierjährige Nora Grund. Vorsichtig berührt sie die sprudelnde Fontäne. Es ist eine von 18 Fontänen des Brunnens der Lebensfreude am Universitätsplatz. Gestern sprudelte erstmals in dieser Saison Wasser durch das innerstädtische Wahrzeichen Rostocks.

Um 13.30 Uhr wurde das Wasser angestellt und die diesjährige Saison der Wasserspiele und Brunnenanlagen eröffnet. Der Brunnen der Lebensfreude wurde von den Rostocker Künstlern Reinhard Dietrich und Jo Jastram geschaffen. Am 27. Juni 1980 wurde er erstmalig angeworfen. Bis zum 17. Mai sollen alle Anlagen in Betrieb genommen werden. Rund 240 000 Euro kosten Wartung und Betrieb der städtischen Anlagen jährlich. Insgesamt 24 Brunnen befinden sich im städtischen Besitz. „Sieben Brunnen laufen über Patenschaften“, sagt Dr. Stefan Neubauer, Leiter vom Amt für Stadtgrün. Der Brunnen der Lebensfreude gehöre dazu. In diesem Jahr hat die kommunale Wohnungsgesellschaft Wiro die Patenschaft übernommen, nachdem Eurawasser abgesprungen ist. Die Sponsoren der Brunnen stellen diese Saison Geld- und Sachleistungen in Höhe von 25 000 Euro zur Verfügung. „Dieses Engagement schätzen wir sehr“, betont Neubauer.

Ausgenommen vom Brunnen „Die Trinkende“ am Walleingang wird kein Brunnen mit Frischwasser betrieben. „Wir weisen immer wieder darauf hin, dass das Wasser in den Brunnen keine Trinkwasserqualität hat und auch nicht zum Baden geeignet ist“, so Neubauer. Dennoch würden Eltern ihre Kinder im Sommer darin spielen lassen. „Die Bakterienansammlung ist sehr hoch. Das Gesundheitsamt macht regelmäßig Stichproben.“ Das Wasser in den Brunnen befindet sich im geschlossenen Kreislauf. In regelmäßigen Abständen wird es ausgetauscht. Weil auch viele Hunde im Sommer in das kühlende Nass springen, sei die Keimanzahl sehr hoch.

Darüber hinaus bestehe in einigen Brunnen Verletzungsgefahr. „In den Brunnen, in denen das Wasser steht, bilden sich im Sommer Algen. Dort kann man leicht ausrutschen“, erklärt Neubauer. Unabhängig davon müssten aber immer noch die Eltern entscheiden, ob sich ihre Kinder in den Brunnen abkühlen dürfen. Bis Anfang Oktober begeistern die Anlagen mit ihren Wasserspielen. Dann werden sie abgestellt.

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