Rostock : Warten auf die Feuerwache

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B-Plan für den Neubau im Nordosten fehlt seit einem Jahr. Die erwartete Gesamtbauzeit beträgt 48 Monate.

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22. März 2018, 08:00 Uhr

Der Nordosten der Hansestadt bleibt auch in den kommenden Jahren ein Brennpunkt. Laut Stadtverwaltung existiert noch immer kein Starttermin für den Bau der seit Langem erwarteten neuen Feuerwache. Erst wenn der B-Plan für den anvisierten Standort an der Kreuzung Hinrichsdorfer Straße und Dierkower Allee vorliegt, könne ein Datum benannt werden, heißt es aus dem Rathaus.

Auf dessen Fertigstellung warten die für die Ausführung zuständigen Mitarbeiter des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) bereits seit rund einem Jahr. Dabei sind sie auf das Amt für Stadtplanung angewiesen. Im KOE-Wirtschaftsplan sind für den Neubau bis zum Jahr 2022 insgesamt 13,7 Millionen Euro veranschlagt. Ob dieses Enddatum eingehalten werden kann, ist aber derzeit unklar. Fest steht, so Rathaussprecher Ulrich Kunze: „Insgesamt sind ab Baubeginn für das gesamte Vorhaben bis zu 48 Monate prognostiziert.“

Schon jetzt fertig ist eine Verkehrsanalyse. Ergebnis: In der Dierkower Allee muss eine zusätzliche Rechtsabbiegespur eingerichtet werden, die 2019 ausgeschrieben und 2020 gebaut werden könnte. Das dafür benötigte Land gehört bereits der Stadt. Außerdem ist die Anpassung der Ampelsteuerung notwendig. Für all diese Neuerungen zusammen sind 470 000 Euro im Haushalt der Stadt veranschlagt. Umwelt- und Lärmschutzgutachten werden ebenfalls noch erstellt.

In die Wache sollen nach Fertigstellung ein Standardlöschzug der Berufsfeuerwehr mit zwölf Einsatzkräften, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug einziehen. Außerdem „würde ich mich freuen, wenn es uns gelingt, eine neue freiwillige Feuerwehr für den Bereich Dierkow/Toitenwinkel zu gründen“, sagt Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). Bis zu 50 freiwillige Kameraden und Nachwuchskräfte sollen perspektivisch am Standort unterkommen. Priorität haben aber im ersten Schritt die Berufsfeuerwehr, im zweiten Bauabschnitt die Rettungskräfte und erst dann die Unterbringung einer freiwilligen Feuerwehr.

Während für Sanierung und Neubau von Feuerwachen keine Fördermittel abgerufen werden können, muss die Stadt für den Rettungsdienst nicht selbst aufkommen. „Für diese Gebäudeteile erfolgt langfristig eine Refinanzierung über die laufende Kostenerstattung durch die Krankenkassen“, so Kunze.

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