Rostock : Warnowtunnel im Sicherheits-Test

Schweres Gerät statt Autos: Noch bis Freitagmorgen wird der Warnowtunnel gründlich gereinigt und überprüft.
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Schweres Gerät statt Autos: Noch bis Freitagmorgen wird der Warnowtunnel gründlich gereinigt und überprüft.

Noch bis Freitag erfolgt innerhalb der routinemäßigen Überprüfung die Umstellung auf ein neues Überwachungssystem

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09. September 2015, 12:00 Uhr

Seltener Anblick im Warnowtunnel: Wo sonst täglich mehrere Tausend Autos durchrollen, kommt in dieser Woche schweres Gerät zum Einsatz. Hintergrund sind routinemäßige Wartungsarbeiten, bei denen die Sicherheit der jeweils 790 Meter langen Röhren auf Herz und Nieren geprüft wird.

„Wir versuchen die Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten, einmal im Jahr ist eine Sperrung allerdings unumgänglich“, sagt Olaf Wiechmann, Bereichsleiter für Wartung und Instandhaltung im Warnowtunnel. In den vergangenen beiden Tagen wurde dafür die Nordröhre gesperrt und gewartet, ab heute ist die südliche Tunnelseite an der Reihe. Der gesamte Untergrund, das Pumpwerk und die Schlitzrinne werden dabei ebenso gereinigt wie sämtliche Schilder und Lampen unterhalb der Erde.

Rund 1,5 Tonnen Sand und noch einmal fast genauso viel Müll haben sich dabei im vergangenen Jahr angesammelt und müssen nun entfernt werden. Vom Kaffeebecher aus Pappe bis hin zur Unterwäsche sei alles dabei gewesen, versichert Wiechmann. Da für manche Arbeiten, etwa für die Überprüfung der Funk-Antennenkabel eine Hebebühne mittig auf der Fahrbahn bewegt werden muss, ist die zeitweilige Sperrung einer kompletten Röhre unumgänglich. Die Fahrzeuge werden stattdessen durch die andere Seite der Tunnelanlage geleitet.

So auch morgen, wenn in der zweiten Röhre die gesamte Elektrik, das Lüftungs- und Videosystem sowie die Brandschutzanlagen unter die Lupe genommen werden. Großen Reparaturbedarf gab es in diesem Jahr bisher nicht, lediglich einige Lampen und Schutzvorrichtungen mussten ausgetauscht werden.

Läuft alles nach Plan, soll der Verkehr ab Freitagmorgen wieder wie gewohnt durch beide Röhren rollen können. Während die jährliche Wartung im 2003 eröffneten Warnowtunnel mittlerweile längst zur Routine gehört, ist die Sicherheitsprüfung in diesem Jahr erstmals auch mit der Modernisierung des Überwachungssystems verbunden. „Beide Programme laufen zurzeit noch parallel. Die Wartung nutzen wir jedoch, um unser zukünftiges System anzupassen und Fehler auszumerzen“, sagt Olaf Wiechmann.

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