Warnemünde : Gernot Eschenburg ist gestorben

Der Schiffbauingenieur Gernot Eschenburg ist am Donnerstag im Alter von 90 Jahren gestorben
Der Schiffbauingenieur Gernot Eschenburg ist am Donnerstag im Alter von 90 Jahren gestorben

Am Donnerstag ist der Schiffbauingenieur Gernot Eschenburg im Alter von 90 Jahren in Warnemünde gestorben.

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18. Januar 2020, 20:02 Uhr

Es gibt etwas, das nicht geschehen darf. Und doch ist es mir aus unerklärlichen Gründen passiert. Und dafür bitte ich um Entschuldigung, bei den betroffenen Familien und den Lesern. Ich habe zwei Menschen auf fatale Weise verwechselt: Am Donnerstag ist nicht Fotografenmeister Wolfhard Eschenburg, sondern sein jüngerer Bruder Gernot Eschenburg im Alter von 90 Jahren gestorben.

Er ist in Warnemünde geboren und gestorben

Viele Menschen kannten und schätzten ihn. Gernot, der gelernte Schiffbauer und Schiffbau-Ingenieur, hat sein ganzes Leben in Warnemünde verbracht. Er ist in der Alexandrinenstraße 119 geboren und am Ende in der Anastasiastraße gestorben.

Seine Kinder Jens und Gesine, seine Brüder Wolfhard und Kirchenmusikdirektor Hartwig Eschenburg haben sich verabschiedet - in feierlicher Atmosphäre, wie die Familie berichtete.

Ein enger Zusammenhalt zwischen den Brüdern

Sie waren drei ziemlich ungleiche Brüder, der Fotografenmeister Wolfhard, der aus der Privatwirtschaft kam, der verstorbene Ingenieur Gernot, der in einem sozialistischen Großbetrieb angestellt war, und der jüngste Bruder Hartwig, der die bekannte Johannis-Kantorei aufgebaut und jahrelang geleitet hat. Das hat manchmal zu lebhaften Diskussionen unter den Geschwistern geführt. „Aber sie hatten immer einen engen Zusammenhalt, bis zum Schluss“, bescheinigt Gernots Sohn Jens. Er und seine Schwester Gesine sind ihrem Vater vor allem dafür dankbar, dass er sie im humanistischen Geist erzogen hat. Er setzte sich dafür ein, dass sie Abitur machen und sich das Rüstzeug für ein Studium holen konnten.

Und er hat ihnen beigebracht, politisch und menschlich Rückgrat zu zeigen. „Er war ein guter, gerechter Vater“, sagt die Tochter. Gernot Eschenburg war ein Warnemünder Urgestein. Fast jeder wusste, dass er gern gesegelt ist, und das jahrelang. Seinen Vertenskreuzer hatte er „Mutafo“ genannt. An maritimen Dingen kam er selten vorbei und wurde leidenschaftlicher Sammler. Diese Passion hat inzwischen sein Sohn übernommen. Gernot Eschenburg ist gern gereist, vor allem nach Skandinavien. Mehrmals machte er sich in seinem Opel Corsa in Richtung Norden auf und blieb mitunter wochenlang dort. Ein Grund dafür, dass seine Kinder ihn nötigten, sich ein Handy mitzunehmen.

Außerdem liebte Gernot Eschenburg klassische Musik. Noch im Dezember besuchte er das Weihnachtsoratorium in der Kirche.

Das Ende geahnt

Seinen 90. Geburtstag hat die Familie gemeinsam gefeiert Gernot Eschenburg war glücklich, dass er noch zu Hause leben konnte, dank der Fürsorge seines zuverlässigen Pflegers. Als ihn vor 14 Tagen seine Kinder besuchten, muss er gespürt haben, dass sein Ende naht. „Er hat uns ganz bewusst alle lange angesehen und meiner Schwester über die Wange gestreichelt“, sagt Jens Eschenburg. Sein Vater hatte vier Enkel und zwei Urenkel.

Der Verstorbene wird am 10. Februar um 11 Uhr auf dem Friedhof Warnemünde beerdigt.

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