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17. Dezember 2017 | 03:27 Uhr

Warnemünde: Werft baut mit am Eisbrecher

vom

svz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 07:25 Uhr

Warnemünde | Die Nordic-Werften haben einen Auftrag über rund 30 Millionen Euro aus Russland erhalten. Ein 2500 Tonnen schweres Deckshaus für den weltgrößten konventionellen Eisbrecher "Viktor Tschernomyrdin" soll in Warnemünde und Wismar gebaut werden. Kiellegung für das Spezialschiff war im Oktober 2012 im Dock der St. Petersburger Werft von Baltiyskiy Zavod, einem Betrieb der staatlichen Schiffbauholding OSK.

Das Deckshaus soll Platz für 90 Spezialisten und die 38-köpfige Schiffbesatzung bieten. Der Eisbrecher ist mit einer dieselelektrischen 25-Megawatt-Antriebsanlage ausgestattet. Er werde damit Eisdicken von bis zu zwei Metern brechen und so Schiffe in vereiste Häfen und entlang des Nördlichen Seeweges leiten können. Darüber hinaus wird es auch für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen unter arktischen Bedingungen sowie für Expeditionsfahrten eingesetzt werden. Der Gesamtpreis des Projektes liegt bei 7,94 Milliarden Rubel, das sind zirka 200 Millionen Euro. Die Übergabe des Schiffes an die russische Staatsreederei Rosmorport ist für Dezember 2015 geplant.

Die Nordic-Werften in Deutschland haben beste Erfahrungen im Bau von eisbrechenden Schiffen. In der Werfthistorie wurden bislang mehr als 100 eisgehende und eisbrechende Schiffe gebaut. Erst 2011 wurde ein arktischer Tanker an den russischen Bergbaukonzern Norilsk Nickel übergeben. Baustart für die beiden 2012 vom russischen Transportministerium in Auftrag gegebenen, eisbrechenden Bergungs- und Rettungsschiffe ist für 2013 geplant. Darüber hinaus verfügt Nordic Yards über Erfahrungen im Bau von "Vier Sterne plus"-Kreuzfahrtschiffen.

"Wir freuen uns auf diese Zusammenarbeit und werden sowohl diese Erfahrungen einbringen als auch russische Zulieferer in die Fertigung des Deckshauses einbinden", so Nordic-Yards-Chef Vitaly Yusufov.

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