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Olympische Segelwettbewerbe : Warnemünde ist Berlins Favorit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bewerbung um olympische Segelwettbewerbe: Die Hauptstadt und die Landesregierung von MV stehen hinter dem Ostseebad.

svz.de von
erstellt am 22.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Bei der Bewerbung um die olympischen Segelwettbewerbe ist Diplomatie gefragt: Das zeigte sich gestern nach der öffentlichen Präsentation der Machbarkeitsstudie für Olympia 2024 oder 2028 in Warnemünde. Da nämlich tauften junge Sportler des Stadtkaders zwei Segler der Optiklasse – und zwar auf die Namen „Berlin“ und „Hamburg“. Beide Städte erhoffen sich den Zuschlag für Olympia. Und für beide möchte Warnemünde als Austragungsort der olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe ins Rennen geghen.

Für den Fall, dass Berlin gewinnt, hat sich Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) gestern klar positioniert: Das Ostseebad soll Segelrevier der Hauptstadt werden. „Warnemünde ist unser Favorit“, sagte Statzkowski. Berlin werde auch andere Städte der ostdeutschen Bundesländer einbeziehen.

Hamburg hingegen hält sich die Entscheidung noch offen, liebäugelt auch mit Kiel. „Hier muss nach konzeptionellen und fachlichen Kriterien entschieden werden“, sagt Michael Neumann (SPD), Senator für Inneres und Sport.

Welche Stadt es auch sein wird: Nachhaltigkeit, Synergieeffekte und eine Finanzierbarkeit wollen alle. „Ein wichtiger Baustein der Bewerbung ist die Nachnutzung der wassersportlichen Anlagen“, sagt Bernd Opfermann vom gleichnamigen Ingenieurbüro, der im Auftrag des Stadtplanungsamts für die Machbarkeitsstudie tätig war. „Warnemündes Hafen ist klein, aber sehr knuffig“, sagt er. Und wie teuer wäre Olympia? Die Studie geht von 23,5 Millionen Euro aus, wobei eine auch ohne das Mega-Event vorgesehene Hafenanlage bereits mit sechs Milionen Euro kalkuliert wird.

Das Geld ist gut investiert, meint Reinhard Wolfgramm, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS). „Für Rostock besteht so die Chance, mit vereinten Investitionen im Breitensport zu hervorragenden Bedingungen zu kommen.“

Die Landesregierung unterstützt die Bewerbung der Hansestadt um die Segelwettbewerbe. Das betonte Innen- und Sportminister Lorenz Caffier (CDU). Er wiederholte die im vergangenen Jahr gemachten Zusagen. „Von der Ausrichtung von olympischen und paralympischen Wettbewerben würde das ganze Land profitieren“, sagt Caffier. „Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Rostocker Olympia will und kann.“ Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos): „Ich bin jederzeit bereit, den Hut für die olympischen Segelwettbewerbe in den Ring zu werfen.“ Wenn im März die Entscheidung fällt, ob sich Berlin oder Hamburg für Deutschland bewirbt, werde in Rostock die Frage eines Bürgerentscheids geklärt. Bis es so weit ist, soll nach Methlings Angaben in Kürze deutlich lesbar bei der Mittelmole stehen: „Deutschland kann Olympia“.

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