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Olympia-Standort : Warnemünde hat das beste Revier von ganz Europa

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Für Bodo Bartmann ist die Sache klar: Rostock wäre der ideale Olympia-Segelstandort

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Berlin und Hamburg sind potenzielle Kandidaten für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024. Sollte einer der beiden am Ende Bewerberstadt werden, säße auch Warnemünde gern mit im Boot – als möglicher Standort der olympischen Segelwettbewerbe. NNN-Redakteur Peter Richter sprach über das Thema mit Bodo Bartmann, Vorsitzender des Segler-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern.

 

Herr Bartmann, Berlin und Hamburg wollen sich um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 bewerben. Einig sind sie sich darin, die Segelwettbewerbe an die See auszulagern. Anders als Hamburg soll sich der Senat von Berlin frühzeitig für Warnemünde ausgesprochen haben. Können Sie das bestätigen?

Bodo Bartmann: Ja. Berlin hat sich zu Rostock-Warnemünde bekannt.

Hamburg hingegen scheint eher zu Kiel zu tendieren oder Lübeck-Travemünde.

Die Hamburger halten sich bisher bedeckt, von dort ist noch keiner auf uns zugekommen. Allerdings bestehen zwischen uns, also dem Landesverband MV, und dem Hamburger Segler-Verband sehr gute Beziehungen. Meiner Meinung nach muss die Verbindung nach Hamburg über die politische Schiene sowie über den Landessportbund MV zum Hamburger Sportbund erfolgen. Wir sind natürlich daran interessiert, ins Gespräch zu kommen.

Warnemünde stünde also für eine Olympia-Bewerbung zur Verfügung?

Ja, aus unserer Sicht auf jeden Fall. Entscheiden muss das letztlich die Hansestadt Rostock. Aber etwas Besseres könnte den Seglern gar nicht passieren, als dass ihre olympischen Wettkämpfe in diesem Revier stattfinden, am Standort Warnemünde mit seiner neuen Sport-Infrastruktur und der entsprechenden Landanbindung.

Dennoch hat man – wenn man sich beispielsweise über das Internet mit der Thematik beschäftigt – das Gefühl, Kiel sei im Zuge der Hamburger Kandidatur der große Favorit. Was sicher auch daran liegt, dass sich die Kieler bezüglich Olympia wortmeldungsmäßig nicht gerade zurückhalten.

Ich sehe das mit Kiel noch gar nicht so. Jeder infrage kommende Standort sagt natürlich von sich, dass er der beste Ausrichter wäre. Fehlt eigentlich nur noch, dass jetzt auch noch Flensburg und  Rügen Interesse anmelden… Aber Warnemünde ist anerkanntermaßen das beste Revier von ganz Europa. Das wird ja auch von Deutschlands erfolgreichstem Segler Jochen Schümann bestätigt. Einen besseren Stempel, als wenn ein dreifacher Olympiasieger so etwas feststellt, kann man ja gar nicht kriegen.

Was sind konkret die Vorzüge von Warnemünde gegenüber der Konkurrenz?

Lübeck wirbt beispielsweise mit seinen kurzen Anfahrtswegen. Damit ist gemeint, wie schnell die Boote vom Hafen auf der Regattabahn sind, und da ist Warnemünde unschlagbar. Hier legen die Segler ab und sind ja praktisch auch schon draußen. Hinsichtlich der Strömungsverhältnisse und Wetterbedingungen haben wir ebenfalls Vorteile.

Und die Olympia-Planungen sind ja bereits vorhanden – noch von der Bewerbung aus dem Jahr 2012.

Richtig, die müssten lediglich auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung von Rostock und das gesamte Land dahinter stehen würden. Über das Revier haben wir uns unterhalten, aber darüber hinaus ist auch der politische Wille da, und das ist schon viel wert. Denn wenn der politische Wille vorhanden ist, versetzt man Berge, bewegt sich was.

 




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