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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 16:23 Uhr

Messerstecherei Rostock : Waren Opfer zugleich Täter?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eine Messerstecherei stellt die Polizei vor ein Rätsel: Beamte finden drei Verletzte in einer Wohnung im Blockmacherring. #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 16.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Drei verletzte Männer, zwei davon lebensbedrohlich, hat die Polizei am Dienstagabend in einer Wohnung in Groß Klein gefunden. Der Fall stellt die Beamten vor ein Rätsel.

21 Uhr: Ein Mann um die 50 Jahre hat in einem Mehrfamilienhaus im Blockmacherring um Hilfe gerufen. Nachbarn alarmieren die Polizei. Die Beamten rücken wenig später an und finden ihn im Treppenhaus liegend – mit einer blutenden Stichverletzung an der Leber. In einer Wohnung des Hauses finden sie zwei weitere Opfer, auch ein anderer Mitfünfziger ist lebensbedrohlich verletzt. „Der ganze Tathergang ist noch nicht geklärt“, sagt Sophie Pawelke, Sprecherin des Polizeipräsidiums. „Die zwei lebensbedrohlich verletzten Geschädigten wurden notoperiert und konnten noch nicht vernommen werden.“ Die beiden sind 51 und 53 Jahre alt, stammen aus der Ukraine, der eine war stark an der Leber, der andere im Gesicht verletzt worden, hatte Hirnblutungen. Die Tatwaffe war in beiden Fällen und auch in dem des dritten leicht verletzten Mannes dasselbe Messer. Die Polizei vermutet, dass es unter den drei Männern zu einem Streit gekommen war und infolge dessen das Messer zum Einsatz kam. Alkohol habe auch eine Rolle gespielt. „Wir gehen nicht davon aus, dass noch eine vierte Person beteiligt war“, sagt Sophie Pawelke.

Der dritte Mann, ein 70-Jähriger, war leicht verletzt. Er ist russischer Staatsbürger, aber wohnhaft in Rostock – was für die anderen beiden noch nicht geklärt ist. Der 70-Jährige spreche zwar Deutsch, habe aber bislang nur wenig zur Klärung des kuriosen Falls beigetragen. Waren die drei Opfer zugleich alle auch Täter? Die Zusammenhänge müssen erst geklärt werden, sagt die Sprecherin. Die beiden Ukrainer seien stabil, waren aber noch nicht vernehmungsfähig, nur einer von ihnen sei schon ansprechbar. Die Vernehmungen sollen in den nächsten Tagen nachgeholt werden und obliegen der Kriminalpolizeiinspektion. Die ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

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