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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. August 2017 | 18:47 Uhr

Rostock : Vorsicht! Betrüger am Telefon

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

87-jähriger Hansestädter entlarvt Täter durch Anruf bei Hausärztin

Üble Abzocke am Telefon, mit der vor allem ältere Menschen um ihr Geld gebracht werden sollen: Seit Donnerstag dieser Woche scheinen Ganoven intensiv in der Hansestadt Opfer zu suchen und haben dabei eine neue Masche ausprobiert. Besonders perfide sind die Vorkommnisse, bei denen die Täter am Telefon angaben, den Namen und die Adresse der Ausgespähten vom Hausarzt erhalten zu haben. Laut Polizei gab es dann folgendes Angebot: Aufgrund der guten medizinischen Ergebnisse wurde quasi als Belohnung eine Reinigungsarbeit in der Wohnung in Aussicht gestellt. Natürlich nur zu dem Zweck, in die Wohnung der potenziellen Opfer zu gelangen.

Ein Betroffener war ein 87-jähriger Rostocker. Aber der zeigte sich fit, reagierte richtig und blieb vor allem misstrauisch. Die angebotene Matratzenreinigung lehnte er ab. Ein Kontrollanruf bei seiner Hausärztin bestätigte den Verdacht des pfiffigen Seniors. Ihm war nämlich klar, dass Ärzte grundsätzlich keine Patientendaten herausgeben. Der 87-Jährige sah sich nach seinem Anruf bestätigt und informierte daraufhin sofort die Polizei.

Aufgrund der scheinbar neuen Welle des versuchten Telefon-Betrugs mahnt die Polizei zu großer Vorsicht. Ein gesundes Misstrauen sei ganz wichtig. Derartige Anrufe dienen nach Ansicht der Beamten nicht selten zur Vorbereitung von Betrugshandlungen. Die Polizei rät, dubiose Telefonate mit zweifelhaftem Inhalt schnellstmöglich zu beenden und den Polizeinotruf 110 zu informieren. Ebenso gilt die Empfehlung, bei verdächtigen Anrufen grundsätzlich aufzulegen, sobald der Gesprächspartner Geld fordert.

Wie im beschriebenen Fall sei es absolut richtig, keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preiszugeben. Fremden Personen muss erst recht nach fragwürdigen Anrufen der Zutritt zur Wohnung verwehrt werden. Alle dubiosen Telefonate sollten zur Anzeige gebracht werden, um den Betrügerbanden schnell das Handwerk legen zu können, sagt die Polizei.

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