FC Hansa: Vollmann pausiert wegen Bronchitis : Vor Heimspielen ins Hotel und andere Reizpunkte

Mohammed Lartey im (fiktiven) 'Büßerhemd'. Hansa braucht ihn als  CvD im eigentlichen Sinne  - als Chef, nicht  als Chancentod vom Dienst. Links Lucas Albrecht.Georg Scharnweber
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Mohammed Lartey im (fiktiven) "Büßerhemd". Hansa braucht ihn als CvD im eigentlichen Sinne - als Chef, nicht als Chancentod vom Dienst. Links Lucas Albrecht.Georg Scharnweber

Anfängliche Unruhe am Dienstag beim Training des Fußball-Zweitligisten FC Hansa: Peter Vollmann fehlt! Er war doch wohl hoffentlich nicht völlig unerwartet beurlaubt worden?

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04. Oktober 2011, 07:38 Uhr

Ros- tock | Anfängliche Unruhe am Dienstag beim Training des Fußball-Zweitligisten FC Hansa: Peter Vollmann fehlt! Er war doch wohl hoffentlich nicht völlig unerwartet beurlaubt worden? Aber nicht doch. Der Coach leidet "nur" unter einer Bronchitis, muss Antibiotika nehmen und hielt sich, nachdem er am Montag einen Rückfall erlitt, lieber in seinem Büro auf als draußen auf dem Platz.

Tags zuvor hatte Vollmann mit seinem Trainerstab und Manager Stefan Beinlich beratend zusammengesessen.

"Büßerhemd" bleibt fiktiv

Angesichts des vorletzten Platzes wird - wie berichtet - nach neuen Reizpunkten gesucht. Eine Idee wäre die Einführung eines "Büßerhemdes" für besonders krasses Versagen in der Chancenverwertung. Wenn zum Beispiel Mohammed Lartey wie beim 0:0 gegen Aachen in der Nachspielzeit den Sieg verschenkt, indem er aus Nahdistanz vor dem leeren Tor eine "dreimillionenprozentige" Möglichkeit vergibt (Zitat vom gegnerischen Coach Peter Hyballa), müsste er künftig zur Strafe im Training ein möglichst grelles Leibchen tragen mit der Aufschrift "CvD". CvD wie Chancentod vom Dienst.

Dies solange, bis sich sein Abschlussverhalten deutlich verbessert hat bzw. ihn ein anderer Kollege ablöst. Am besten wäre allerdings, Peter Vollmann sammelt den "Schandkittel" wegen Gegenstandslosigkeit wieder ein. Denn die Spieler wollen ja, sie haben nur eine Blockade. Und um die zu lösen, ist jeder Reizpunkt recht.

Freilich spielten solch eher unkonventionelle Überlegungen bei der Zusammenkunft der Verantwortlichen keine Rolle. "Wir haben über Trainingsinhalte gesprochen, ob man eventuell vor Heimspielen ins Hotel fährt. Es ging auch darum, sich selbst zu hinterfragen oder wie wir uns von anderen Rat holen können", informierte Vollmanns Assistent Michael Hartmann, der die gestrigen beiden Einheiten leitete. "In der Lage, in der wir uns befinden, müssen wir alles versuchen auszuschöpfen. Keiner von uns hat vorher so eine Situation erlebt. Die Mannschaft ist intakt, sie lässt sich ja nicht abschlachten, spielt auch nicht schlecht, aber sie trifft die Kiste nicht, und letztlich fehlen uns die Punkte."

Wie Hartmann durchblicken ließ, hofft man auch auf die Hilfe der zwei Mentaltrainer von der Sport-Dienstleistungsfirma Laganda mit Sitz in Stuttgart, die in den zurückliegenden beiden Sommerpausen die Camps des FCH organisierten: "Wir halten ja die ganze Saison mit den beiden den Kontakt, und dass sie in den nächsten Tagen mal zu uns kommen, ist eine unserer Überlegungen. Sie haben vielleicht auch ein paar andere Ansatzpunkte."

>> HANSA INTERN

Peter Schyrba fehlte am Dienstag wegen einer Sprunggelenksblessur beim Training, Timo Perthel brach nachmittags wegen Kniebeschwerden ab.

Das letzte Spiel in der 2. Bundesliga, in dem der FC Hansa mehr als ein Tor schoss, war das 2:0 gegen Alemannia Aachen am 4. April 2010. Danach folgten im Rest der Serie 2009/10 und nun ab Saisonbeginn 2011/12 satte 15 Spiele, in denen die Rostocker nie mehr als einen Treffer schafften (plus zwei Partien Relegation/ dazwischen ein Jahr 3. Liga).

Mittwoch ist wieder zweimal Training (10 und 14.30 Uhr).

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