zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 06:47 Uhr

Von Rostock nach Dünkirchen

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jul.2013 | 12:03 Uhr

Groß Klein | Zwölf junge Erwachsene, ein Segelschiff, fünf Tage auf hoher See - darauf freuen sich die Teilnehmer des Austauschprojektes "Jugend Ahoi" schon seit Monaten. Heute ist es endlich so weit: Der Zweimaster "J.R. Tolkien" verabschiedet sich aus dem Warnemünder Hafen. An Bord sind sieben französische und fünf deutsche Jungsegler.

"Jugend Ahoi" ist eines von 50 Projekten, die anlässlich des Bestehens der 50-jährigen deutsch-französischen Freundschaft realisiert werden. Die Idee kommt vom Europäischen Integrationszentrum Rostock (EIZ) und der Städtegemeinschaft Dünkirchen. Gefördert wird das Projekt vom deutsch-französischen Jugendwerk. "Wir wollen die Mobilität der Teilnehmer auf internationalem Niveau fördern", sagt Steffi Suhl vom Organisationsteam. "Wir wollen ihnen neue berufliche Chancen zeigen, sie sozial eingliedern, ihnen mehr Selbstvertrauen geben und ihre Teamfähigkeit stärken."

Ein Großteil der Jugendlichen kommt aus schwierigen Verhältnissen. "Einige von ihnen haben keinen Schulabschluss", erzählt Suhl. "Durch die Projektteilnahme können sie ihren Lebenslauf aufwerten." Seit mehreren Monaten sind die 18- bis 30-Jährigen mit den Vorbereitungen für "Jugend Ahoi" beschäftigt. Sie haben Sprachkurse besucht, etwas über die Europäische Union gelernt und an kreativen Maßnahmen teilgenommen. "Wir führen ein Foto- und Video-Tagebuch. Am Ende soll eine Ausstellung entstehen", so Suhl.

Bereits vergangenen Freitag sind die Gäste aus Dünkirchen in Rostock angekommen. Sie waren am Strand von Warnemünde, in der Mensa Mittag essen und haben Rostock via Stadtrallye erkundet. "Viele der Jugendlichen waren noch nie in Deutschland, geschweige denn in Rostock. Sie sind begeistert von der Stadt und den Menschen", sagt Mandy Kröppelien, EIZ-Vereinsvorsitzende. Gestern war die Gruppe zu Besuch im Börgerhus. Dort konnten die Gäste den Austausch mit den Awo-Mitarbeitern pflegen. "Die Awo ist ein sehr guter Kooperationspartner. Dort wurden auch die Jugendlichen ausgesucht, die mit auf den Segeltörn gehen."

Bei der Auswahl sei vor allem wichtig gewesen, wer die nötige Motivation bewies, sich interkulturell austauschen zu wollen. "Die Teilnehmer müssen keinerlei Kosten tragen. Finanziert wird das Projekt vom deutsch-französischen Jugendwerk, der Städtegemeinschaft Dünkirchen, dem EIZ, der Awo und von Aida Cruises", erzählt Kröppelien.

Auch in Zukunft möchte das EIZ seine Kooperation mit Dünkirchen pflegen. 2010 konnte die Partnerschaft dank des Projektes "Sieben Brücken" des Bundesfamilienministeriums ausgebaut werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen