Mobilität : Von Muskelkraft bis Elektroantrieb

Fahrrad statt Auto: Michael Reitz vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club vermittelt an seinem Stand die Freude am Fahren mit dem Drahtesel.  Fotos: ksei
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Fahrrad statt Auto: Michael Reitz vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club vermittelt an seinem Stand die Freude am Fahren mit dem Drahtesel. Fotos: ksei

Am Klima-Aktionstag stehen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und emissionsfreie Fortbewegung im Fokus.

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17. September 2018, 05:00 Uhr

Michael Reitz wartet an seinem Stand fast schon ungeduldig auf neugierige Besucher und interessante Gespräche. Er ist Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC). Am Sonnabend war auch er in der Langen Straße vor Ort, um am zehnten Klima-Aktionstag seinen Teil zum Umweltschutz beizutragen. Dort vertreten waren unter anderem auch die Grüne Kombüse und Veis und boten vegane Leckereien an, Firmen wie Deutsche Bahn Regio und die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) warben für ihre Fahrangebote.

„Wir möchten den Besuchern aufzeigen, dass es Spaß macht, Fahrrad zu fahren“, erzählt er. Reitz, hauptberuflich als Busfahrer tätig, nimmt so oft er kann den Drahtesel zur Hand. „Das Auto als Fortbewegungsmittel wollen wir den Leuten gar nicht madig machen, für kürzere Strecken macht das Fahrrad aber einfach mehr Sinn und ist effizienter. Das Interesse ist bei den Besuchern auf jeden Fall vorhanden und das freut uns natürlich“, erzählt Reitz, der an diesem Tag schon einige Besucher zu verzeichnen hatte.

Häufig kamen diese aber auch einfach zu ihm, um sich Neuigkeiten über die Entwicklung der Fahrrad-Branche abzuholen. „Wir geben den Radfahrern Infos, wie sie sich optimal für eine Radfahrt kleiden sollten oder welche Aufrüstungsmöglichkeiten es mittlerweile gibt.“ Denn neben üblichen Gepäckträgern lassen sich die Zweiräder auch mit speziellen Taschen aufrüsten. Aber auch die eine oder andere kuriose Information hatte Michael Reitz in petto. „Gesehen habe ich auch schon Fahrräder aus Holz und Bambus.“ Besonderer Renner an seinem Stand war aber die so genannte Fahrrad-Codierung. „Die Besucher bringen ihr Fahrrad mit und es wird mit einer Nummer versehen.“ Dadurch wird der Diebstahlschutz erhöht, so Reitz weiter.

Wem die nötige Muskelkraft für eine ausgiebige Radtour fehlt, der war bei Tobias Naujoks eher an der richtigen Adresse. Er war dort mit der Firma Pironex vertreten. Mit einer Software per App bieten sie einfachen Zugang zu E-Rollern und Pedelecs. „Die Applikation kann anzeigen, wo es Ausleihstationen für E-Fahrräder gibt oder wo die nächste Ladestation zu finden ist“, erklärt er. „Aber wir bieten auch Nachrüstungen für die eigenen Zweiräder an.“ Dazu zählt beispielsweise der Anbau eines Bluetooth-Fahrradschlosses. Besucher Christoph Brandt-Wunderlich zog es ganz klassisch ohne E-Bike über die Lange Straße und an den vielen Ständen vorbei. „Es ist eine gute Sache, für das Klima einzustehen“, erzählt der Rostocker. „Es ist außerdem wichtig, auf alternative Fortbewegungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.“

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