zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 03:43 Uhr

Von der Antike bis zur DDR

vom

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2012 | 10:20 Uhr

Rostock | Heute geht die Lange Nacht der Museen in die siebte Runde. Die Besucher können von 18 bis 1 Uhr in einer lockeren Atmosphäre wieder zahlreiche Einrichtungen und Ausstellungen besichtigen. Vom Kulturhistorischen Museum bis zum Traditionsschiff ist für jeden etwas dabei. "Es geht uns darum, Rostocks Vielfalt zu verbinden und Unterhaltung und Bildung zu verknüpfen", so Barbara Weyrich, Geschäftsführerin der KW Agentur für Kommunikation und Werbung, die die Museumsnacht gemeinsam mit der Stadt und der Universität organisiert.

Bildende Unterhaltung ist auch das Motto des Heinrich-Schliemann-Instituts für Altertumswissenschaften. Die institutseigene Theater-AG Dionysos führt im Universitätsgebäude in der Ulmenstraße das Stück "Der Tag des offenen Göttersitzes" auf. Dabei werden die Götter der Antike in kleinen Sketchen vorgestellt. Im Anschluss daran können sich die Besucher die Exponate genauer anschauen. Nicht ganz so lustig, dafür aber genauso interessant ist die Ausstellung des Instituts in der Schwaanschen Straße. Die Attraktion ist ein römischer Sarkophag. "So können die Besucher einen Blick in die antike Trauerarbeit werfen", sagt Detlev Wannagat, der Direktor des Instituts. Die Organisatoren sehen die Begeisterung bei den Verantwortlichen der Einrichtung gern. "Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, mit wie viel Freude und Engagement sich die Beteiligten auf die Museumsnacht vorbereiten", so Weyrich.

Neben den Altertumswissenschaften kommt auch die jüngere Geschichte nicht zu kurz. In der Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR (BStU) erhalten die Besucher einen Einblick in das Frauengefängnis im sächsischen Stollberg. In der Sonderausstellung "Der dunkle Ort" werden 25 Schicksale politisch inhaftierter Frauen vorgestellt. "Obwohl es schon ein dunkles Kapitel ist, ist das ein interessantes Angebot für diejenigen, die sich für die jüngere deutsche Geschichte interessieren", so Dr. Volker Höffer, Leiter der Rostocker Außenstelle des BStU.

Damit auch den ganz jungen Besuchern nicht langweilig wird, gibt es im Schifffahrtsmuseum eine spezielle Verkleidungsaktion. Ein Kostümfundus sorgt dafür, dass sich die Kinder in Piraten oder Kapitäne verwandeln können. Peter Danker-Carstensen, Leiter des Museums, sieht in der Veranstaltung auch die Chance, seine Einrichtung noch populärer zu machen: "Während der Museumsnacht haben wir ein anderes Publikum als sonst. Es sind viele Rostocker unterwegs, die offensichtlich nicht zu den typischen Museumsbesuchern gehören. Das ist unser Vorteil."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen