Elite : Von den Anfängern zu den Besten

Sie bleiben hier: Stefanie Braun (24) wird als Kellnerin für den Verein ohne Barrieren arbeiten, Nils Honig (20) bleibt bei Edis und macht eine Weiterbildung zum Kombi-Monteur. Christina Schätzel (22) studiert berufsbegleitend und bleibt bei der Volks- und Raiffeisenbank. Fotos: nicole Pätzold
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Sie bleiben hier: Stefanie Braun (24) wird als Kellnerin für den Verein ohne Barrieren arbeiten, Nils Honig (20) bleibt bei Edis und macht eine Weiterbildung zum Kombi-Monteur. Christina Schätzel (22) studiert berufsbegleitend und bleibt bei der Volks- und Raiffeisenbank. Fotos: nicole Pätzold

Industrie- und Handelskammer ehrt ihre 102 besten Lehrlinge. Zu den Top-Azubis gehört auch Helene Geißler. Die Wasserversorgungstechnikerin aus der Hansestadt Rostock hat einen Top-Durchschnitt.

svz.de von
09. Oktober 2014, 09:30 Uhr

Das Meer faszinierte Helene Geißler schon immer. Also entschied sie, etwas mit Wasser zu machen. Nach einem Praktikum bei einem Verkehrsbetrieb kam die Liebe zum Handwerk dazu und Helene nach Rostock. „Es hat mich gereizt, mit Maschinen umzugehen“, sagt die heute 22-Jährige. Bei Eurawasser hat sie ihre Ausbildung zur Wasserversorgungstechnikerin begonnen. Hier hatte sie zur passenden Ausbildung das Meer. Als bundesweit Beste ihres Ausbildungsberufes – mit 96 Prozent – konnte sie ihre Lehre jetzt abschließen.

Gestern wurde sie in der Nikolaikirche geehrt – zusammen mit den 101 anderen besten Absolventen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK). 2829 Azubis hatten insgesamt ihre Prüfungen abgelegt. 61 der Besten kamen aus Rostock, 15 aus dem Landkreis, 25 aus Vorpommern Rügen. Sie entstammen 50 verschiedenen Ausbildungsberufen.

Nils Honig (20) zum Beispiel machte bei Edis eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Stefanie Braun (24) vom Verein ohne Barrieren schloss als eine der besten Helferinnen im Gastgewerbe ab. „Sie haben fantastische Leistungen erbracht“, wandte sich IHK-Präsident Claus Ruhe-Madsen an die Absolventen. Er ermunterte sie, immer weiter zu machen, mehr zu wollen und zu leisten.

Ein Rat, dem Christina Schätzel (22) schon vorauseilend folgte. Die Kundenberaterin bei der Volks- und Raiffeisenbank gehörte im letzten Jahr zu den Besten. Jetzt beginnt sie ein Fernstudium in Betriebswirtschaft. Dafür bekam sie als eine von 20 gestern ein Weiterbildungsstipendium des Bundes. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nutzte die Veranstaltung für einen Apell, in MV zu bleiben. Nils und Stefanie folgen seinem Ruf. Beide bleiben in Rostock. Sie wurden übernommen. Und Helene? – Die sieht sich das Meer nochmal von einer anderen Seite an. Sie wird Bio-Ingenieurwesen studieren.

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