Sportlich : Von Bojen und anderen Tücken

An den Bojen wird es für viele Teilnehmer eng. Doch sie sind nicht das einzige Hindernis.  Fotos: Jacqueline Worch
1 von 3
An den Bojen wird es für viele Teilnehmer eng. Doch sie sind nicht das einzige Hindernis. Fotos: Jacqueline Worch

DKV und GSUPA veranstalten erste Deutsche Meisterschaft im Stehpaddeln auf der Hanse Sail

svz.de von
15. August 2016, 10:00 Uhr

Wie die Wellen auf denen sie dahingleitet, bewegt sich Noelani Sach mit ihrem Paddel in den Händen auf dem Brett. Die 19-Jährige hat am Sonnabend an der Deutschen Meisterschaft im Stand Up Paddling (SUP) teilgenommen. Die SUP-Meisterschaft des Deutschen Kanu Verbands (DKV) und der German Stand Up Paddle Association (GSUPA) war eine Premiere auf der Hanse Sail.

Etwa 50 Paddler, Profis wie Sportbegeisterte, machten sich am Sonnabend früh auf der Warnow bereit für den SUP-Langstrecken-Wettkampf, rund 25 für die Kategorie Sprint am Abend. Für den Wettkampf am Morgen mussten die Teilnehmer vier Runden auf der etwa zwei Kilometer langen Strecke absolvieren, für die Sprintrunde einen m-förmigen Parcours. In beiden Kategorien mussten mehrere Bojenhindernisse passiert werden. Doch die Wassermarkierungen waren nicht die einzigen Barrieren, die sich den Sportlern in den Weg stellten. Wie an einer roten Ampel mussten die Wettkampf-Kandidaten auf dem Wasser stehen bleiben und warten, weil ein Schiff ihre Strecke durchquerte. Das kostete Zeit, einige Teilnehmer fielen zurück. Oder vom Brett. So wie es zwei Teilnehmern erging, die außer Sichtweite des Publikums zusammenstießen.

In der Kategorie Langstrecke paddelte Norman Weber als erster ins Ziel, mit einer Brettlänge Vorsprung. Der Bundeswehroffizier galt als einer der Favoriten für die SUP-Meisterschaft. Top-Kandidat Paul Ganse, der sich vor zwei Wochen bereits den DM-Titel in Fehmarn holte, schied nach der ersten Langstreckenrunde aus. Der 20-Jährige plagte sich mit einer Grippe. „Ich dachte es sei besser, wenn ich mich noch mal ausruhe und die Kräfte für den Sprint spare“, so Ganse. Und es lohnte sich. Am Abend konnte der Stehpaddler mit großem Abstand das Rennen für sich entscheiden. Norman Weber wurde Zweiter. „Ich werde jetzt die Saison zu Ende bringen und mich dann auf die nächste vorbeireiten. Denn im nächsten Jahr will ich international angreifen“, sagt Paul Ganse.

Paddel-Kollegin Noelani Sach kennt sich damit bereits aus. Die 19-Jährige holte sich 2014 den EM-Titel in Rom und plant im kommenden Jahr alle SUP-Titel erfolgreich zu verteidigen. „Es ist ein tolles Gefühl, die Saison so erfolgreich zu beenden“, so Sach.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen