Rostock : Vom Kopfrechnen bis zum Eier-Roboter

Interesse am Tüfteln: Der junge Rostocker Jan Erik Moos (10) hat einen Roboter entwickelt und programmiert, der selbstständig Eier bemalt.  Fotos: kase
1 von 3
Interesse am Tüfteln: Der junge Rostocker Jan Erik Moos (10) hat einen Roboter entwickelt und programmiert, der selbstständig Eier bemalt. Fotos: kase

240 Veranstaltungen vermitteln bei der Langen Nacht die Vielfalt der Wissenschaften

svz.de von
28. April 2017, 12:00 Uhr

Kurz nach 18 Uhr haben gestern alle Gäste im Orgelsaal der Hochschule für Musik und Theater Platz genommen. Im Beisein von Schirmherrin Birgit Hesse wurde dort die diesjährige Lange Nacht der Wissenschaften offiziell eröffnet. Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur lobte Mecklenburg-Vorpommern als tollen Ort der Wissenschaften. „Wir haben großartige Unis, Hochschulen, man kann hier sehr gut forschen und studieren. Wir brauchen uns vor dem Rest der Welt nicht zu verstecken“, so Hesse (SPD). Im umfangreichen Programm der Wissensnacht war für jeden etwas dabei: Ob Sportwissenschaften, Maschinenbau oder Psychologie – jeder Wissbegierige kam auf seine Kosten.

Dass selbst die Jüngsten Forschergeist in sich tragen, bewies Jan Erik Moos mit seiner Erfindung. Er interessiert sich besonders für Roboter und stellte bei der Langen Nacht der Wissenschaften seine eigens gebaute Maschine vor. Passend zum kürzlich zu Ende gegangenen Osterfest hatte er ein Gerät entwickelt, das selbstständig Eier anmalt. Wahlweise Kreise, Wellen oder Striche lassen sich mit der Maschine auf die Eier zeichnen. „Ich habe die Bauanleitung im Internet gefunden, es hatte mich interessiert und ich wollte es unbedingt nachbauen“, erzählte der 10-Jährige freudig. Bis auf ein paar einfache Hilfestellungen der Eltern habe er das System, das die Maschine zum Leben erweckt, ganz alleine programmiert.

Für weniger Technik und mehr Köpfchen tritt Lehrerin Dagmar Pitschmann ein. Sie vermittelte den Besuchern ihres Vortrages die vedische Mathematik. Das ist ein System aus dem asiatischen Raum, mit dem sich Kopfrechenaufgaben auch mit größeren Zahlen leichter ausrechnen lassen. Als Hilfsmittel nutzte sie beispielsweise ein ganz normales Skatblatt. Die Lasershow in der neuen Physik im Campus Südstadt oder die Preisverleihung des Kommunikationswettbewerbes im ST-Club sorgten anschließend für einen perfekten Ausklang der Langen Nacht, die wieder zahlreiche Mitwisser anlockte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen