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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 14:20 Uhr

warnemünde : Vom Garten auf den Teller

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Weg 8-Obmann Alexander Langer und seine Frau pflanzen für Eigenbedarf an / Gutes Miteinander geschätzt

Gefeiert wird heute in der Kleingartenanlage Am Moor, die mit 406 Parzellen zu den größten in Mecklenburg-Vorpommern gehört. Beim Sommerfest dabei sind Sabine und Alexander Langer, die nach dem Verkosten des Spanferkels auch kräftig ihre Tanzbeine schwingen wollen. „Da freue ich mich schon drauf“, gesteht Alexander, der im Weg 8 der rund 148 000 Quadratmeter großen Anlage seit rund 20 Jahren eine eigene Parzelle bewirtschaftet.

„Mein Interesse dafür wurde geweckt, als ich bei der Rostocker Gartengestaltung Facharbeiter für Grünanlagen lernte“, sagt der Warnemünder, der seit dem Hochwasser vor drei Jahren auch Obmann im rund 40 Gärten umfassenden Weg 8 ist. „Wir kennen uns hier alle gut, helfen uns gegenseitig. Und ich kann mich auf die Nachbarn verlassen. Egal, ob eine Baumaßnahme oder eine Reparatur beispielsweise nach einem Rohrbruch ansteht, es finden sich immer Kleingärtner, die sich Zeit nehmen“, freut sich Alexander Langer über das gute Miteinander in seinem Weg.

Der Obmann wacht auch darüber, dass Fahrzeuge der Vereinsmitglieder nur in Ausnahmefällen, beispielsweise beim Transport von Mutterboden oder Möbeln, und in Absprache in die Anlage rollen. „Einerseits geht es darum, eine gewisse Ruhe in der Anlage zu sichern. Andererseits befinden sich unter dem Weg diverse Versorgungsleitungen, die einem ständigen Verkehr nicht gewachsen sind“, weiß Langer, der den Schlüssel für das Tor sowie eine vereinseigene Motorsense verwaltet.

In Garten der Langers wachsen neben farbenfrohen Blumen auch Erdbeeren, Tomaten, Möhren, Bohnen und anderes mehr. „Meine Frau kocht gern und gut. Dadurch verwerten wir unsere Ernte weitgehend frisch. Bleibt mal etwas übrig, wird es eingefroren“, sagt der 52-Jährige, der auf seiner Scholle nach der Arbeit als Feuerbestatter abschalten und relaxen kann.

Gern machen sich er und seine Sabine auch auf den Weg zum etwa zehn Minuten entfernten Strand, wo sie ein Bad in der Ostsee nehmen. Mit dabei ist hin und wieder auch Sohn Willi, der mit seinen 13 Jahren derzeit nicht so richtig von Gartenarbeit begeistert ist.

„Insgesamt wünschen wir uns mehr Kinder in unseren Gärten. Wird mal eine Parzelle abgegeben, versuchen wir diese in die Hände von jungen Familien zu geben, wollen somit Interesse wecken und die Zukunft unserer Anlage sichern“, macht Alexander Langer auf ein Problem aufmerksam.

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