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18. November 2017 | 04:06 Uhr

Vom Fischer und seinem Maler

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erstellt am 03.Mär.2012 | 02:20 Uhr

Warnemünde | Sie sind sehr unterschiedlich und doch gibt es etwas Verbindendes zwischen ihnen: Der Fischer Eyke Düwel und der bekannte Maler und Grafiker Feliks Büttner. Die beiden Warnemünder kennen sich seit Ewigkeiten, denn wenn immer es etwas Leckeres bei Düwel gibt, kauft der Maler etwas von Eykes Fang. Steinbutt schätzt der Künstler besonders, den hat der Fischer allerdings nur selten im Netz. Denn Düwel fischt nur noch im Nebenerwerb, wenn er mit seinem kleinen Kahn aufs Meer hinausschippert.

Seit Kurzem sind die beiden nun auch durch die Kunst verbunden. Denn der Erfinder des Kussmundes der Aida-Flotte hat für den Fischer ein Logo für seinen Kahn am Strom entworfen. Die beiden verstehen sich gut, werfen sich Scherze wie Bälle zu. "Meistens machen wir zwei bis drei blöde Sprüche über das Wetter, die politische Lage oder wir rätseln, wer von uns beiden der Berühmtere in Warnemünde ist", sagt Büttner scherzend. "Mal ist es Eyke, mal bin ich es."

"Eyke Düwel ist für mich der Pförtner des Fischmarktes, an seinem Stand muss jeder vorbei", sagt Büttner. Bei dem verbalen Pingpong ist Düwel ein schlagfertiges Gegenüber, den Büttner schon längst skizziert hat. "Falten und Bartstoppeln" hat sich der Maler als Merkmale von Eyke gemerkt. Auch seine Hunde Lotte und Peggy sind so etwas wie ein tierisches Markenzeichen.

Irgendwann kam Düwel die Idee, seinen Namen in Form eines Logos auf seinen Kahn malen zu lassen. Und so sprach er Büttner während einer Flachserei an. Herausgekommen ist ein Düwel der anderen Art: Sehr bunt, mit Bartstoppeln, Fischen, freundlichem Lachen und Hörnern - unverkennbar Büttner. Eyke selbst hatte eigentlich einen klassischen, bösen Teufel erwartet. Und dass der bekannte Künstler mit seinem Farbtopf auf dem Kutter erscheint. "Das wäre zu zeitintensiv und zu stark vom Wetter abhängig gewesen", erklärt der Künstler. In Büttners Atelier in einer Mühle zwischen Lichtenhagen-Dorf und Elmenhorst existiert ein weiteres Bild von Eyke. Diesmal im Großformat und auf noch farbintensivere Art. Auch einer von Düwels zwei Hunden ist darauf zu sehen.

Auch wenn es nur von sehr wenigen Warnemündern Büttner-Werke gibt, Eyke Düwel ist nicht der Einzige, der bisher von dem Maler skizziert worden ist. Immer wieder kritzelt Büttner Markantes auf Schmierzettel oder Servietten. Manchmal sind es nur Details, wie auffällige Haare, markante Nasen, ein Ohr, etwas Erotisches. Einige dieser Merkmale tauchen später wieder in seinen Bildern auf.

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