zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 07:31 Uhr

Politik : Volkstheater zittert vor der Bürgerschaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Morgen fällt die Entscheidung zur Zielvereinbarung und über den Orchester-Haustarif. Spartenschließungen drohen.

von
erstellt am 30.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Fingerzeig vor der morgigen Bürgerschaftssitzung: Der Hauptausschuss hat gestern auf einer Sondersitzung mit sechs zu fünf Stimmen einer Theater-Zielvereinbarung mit dem Land zugestimmt. Inklusive des umstrittenen Schlüsselsatzes, dass Stadt und Kultusministerium ihre Zuschüsse bis 2020 auf maximal dem Niveau von 2013/2014 einfrieren. Auch der Kulturausschuss sprach sich für den Abschluss aus, allerdings wollen seine Mitglieder den festgeschriebenen Höchstsatz streichen.

Das fordert auch Theater-Geschäftsführer Stefan Rosinski: „Dass das Land seinen Beitrag deckelt, ist nicht neu. Neu ist, dass auch die Stadt das macht – dazu besteht überhaupt keine Not.“ Wie Intendant Sewan Latchinian befürchtet er nach Inkrafttreten der Original-Zielvereinbarung einen faktischen Zwang zur Spartenschließung. Anders seien Mehrkosten, etwa durch Gehaltssteigerungen, nicht aufzufangen. Und die sind bereits jetzt absehbar, selbst nach veranschlagten zwölf Millionen Euro geringeren Kosten bei Abschluss eines Orchester-Haustarifvertrags.

Dieser sieht bei sechs Jahren Laufzeit eine Arbeitsplatzgarantie für die 73 Musiker vor. Dafür wollen sie auf zusammengerechnet 5,8 Prozent reguläre Lohnsteigerungen für 2013 und 2014 sowie einen Großteil ihres 13. Monatsgehalts verzichten. Ab 2015 sollen die Gehälter jährlich um 1,5 Prozent steigen, die Musiker zudem zwölf Tage Freizeitausgleich zusätzlich erhalten. „Das ist ein sensationelles Angebot“, sagt Aufsichtsratschefin Eva-Maria Kröger (Linke). Und es würde der Theater GmbH sechs Jahre Rechts- und Tariffrieden sichern, so Rosinski.

Mehr zum Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Norddeutschen Neuesten Nachrichten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen