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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 02:29 Uhr

Kultur Rostock : Volkstheater wird zum Opernhaus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gesellschafter legt künftige Struktur fest. 65 Mitarbeitern droht die Kündigung

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Die Entscheidung ist gefallen: Das Rostocker Volkstheater wird zum Opernhaus mit eigenem Musiktheater und Orchester. Diesen Strukturbeschluss hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) als Vertreter der Hansestadt am Freitag gefasst. Schauspiel und Tanztheater sollen weiter in Rostock angeboten werden, in welcher Form ist allerdings noch offen. Das Konzept dazu muss die Theaterleitung bis zum 20. Februar vorlegen.

Früheren Angaben des kaufmännischen Geschäftsführers Stefan Rosinski zufolge bedeutet das einen Abbau von 65 Stellen. 28 Verträge würden nicht verlängert, 19 Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt, elf von ihnen seien 60 Jahre oder älter. Ob es am Ende bei diesen Zahlen bleibt, steht aber noch nicht fest. „Das Volkstheater muss nun auf Basis der Zielvereinbarung das Konzept für ein erfolgreiches Opernhaus weiter detailliert ausarbeiten“, fordert Methling.

Mit seinem Strukturbeschluss kommt der Oberbürgermeister dem Ablauf einer Frist um zwei Tage zuvor, die in der Zielvereinbarung mit dem Land festgeschrieben ist. An sie ist auch die Auszahlung einer Rate in Höhe von 470 000 Euro für das vergangene Jahr gekoppelt. Er gehe davon aus, dass dieser bislang zurückgehaltene Zuschuss nun vollständig ausgezahlt werde, so Methling. Außerdem mache sein Beschluss den Weg für den angestrebten Neubau frei. Demnach bleibt es bei maximal 50 Millionen Euro Baukosten, die sich Stadt und Land hälftig teilen.

Die Kreditfinanzierung durch die Kommune muss laut Beschluss bis 1. Januar 2018 sichergestellt sein. „Angedacht ist, dass die Tilgung innerhalb von 30 Jahren erfolgt“, heißt es in der Niederschrift. Der dafür fällige Zinssatz in Höhe von 3,5 Prozent greife erst ab Fertigstellung des Neubaus, also spätestens 2023. In Bezug auf die umstrittene Bühnenbeteiligung an den Kosten greift ein Kompromiss.

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