zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 02:59 Uhr

Zukunft offen : Volkstheater mit dem Land

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rostocker Bürgerschaft stimmt Zielvereinbarung mit Brodkorb zu. Zukunft von Tanz- und Musiktheater offen.

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2014 | 07:34 Uhr

Ja zur Zielvereinbarung, zum Haustarif und zur künftigen Zusammenarbeit mit dem Land: Die Rostocker Bürgerschaft hat gestern die Grundlage für die anstehende Strukturdebatte gelegt. Die Deckelung der Ausgaben von Stadt und Land bis 2020 auf dem aktuellen Niveau bleibt. Ob das Volkstheater jetzt Sparten streichen muss, ist noch offen. Laut Vereinbarung muss sich die Bürgerschaft bis Ende Januar auf die künftige Struktur der Bühne festlegen.

Dann steht auch das Schicksal von Tanz- und Musiktheater fest – sie gelten angesichts steigender Personalkosten als heißeste Streichkandidaten. In den wochenlangen Debatten vor der Entscheidung ging es immer wieder um Ballett und Oper. Vorstellungen könnten von anderen Theatern eingekauft werden, beispielsweise in Schwerin, so Befürworter dieser Variante.

Gegner der Zielvereinbarung mit dem Land sehen in dem gestrigen Beschluss der Bürgerschaft den Einstieg zum Ausstieg aus den beiden Sparten.

Gleichzeitig hat die Bürgerschaft beschlossen, dass die Stadt die 220 000 Euro ausgleicht, um die das Kultusministerium seine Zuweisungen in diesem Jahr kürzt. Die zusätzliche städtische Unterstützung soll sich dabei nicht in entsprechend weniger Geld in den Folgejahren niederschlagen. „Wir können das Theater nicht dafür verantwortlich machen, dass es Verwaltung und Bürgerschaft nicht gelungen ist, eine Zielvereinbarung mit dem Land abzuschließen“, sagt Uwe Flachsmeyer (Grüne). Das Ministerium habe schon 2013 klargemacht, dass es die Auszahlung von zehn Prozent seiner direkten Zuweisungen von der Übereinkunft abhängig mache.

Anschließend sei Rostock freiwillig aus den Strukturverhandlungen ausgestiegen. „Die Bürgerschaft hat selbst die Tür zugeschlagen“, so Flachsmeyer. „Die Kernfrage lautet, ob wir das Land mit ins Boot holen“, sagt SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider. Das betreffe insbesondere den angestrebten Neubau. „Wir sind als Rostock nicht in der Lage, den Neubau auch nur im Ansatz alleine zu finanzieren“, sagt Wandschneider. Die Zielvereinbarung nehme die Strukturdebatte nicht vorweg.

Die Entscheidung in der Bürgerschaft war knapp. 26 Abgeordnete plädierten für die Vereinbarung mit dem Land, 23 dagegen. Die Fraktionen von Linke und Rostocker Bund waren geschlossen dagegen, eine Minderheit der Grünen auch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen