Rostock : Volkstheater macht 2017 Gewinn

Die Inszenierung des Märchens „Aschenputtel“  mit Marco Geisler (Maus), Eloise Cénac-Morthé (Angelina) und Theodore Browne (Don Ramiro) lockte viele Besucher in das Volkstheater.
Die Inszenierung des Märchens „Aschenputtel“ mit Marco Geisler (Maus), Eloise Cénac-Morthé (Angelina) und Theodore Browne (Don Ramiro) lockte viele Besucher in das Volkstheater.

Bühne erwirtschaftet im vorläufigen Abschluss 521 000 Euro, die Anzahl der zahlenden Besucher sinkt leicht im Vergleich zum Vorjahr. #wirkoennenrichtig

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17. Februar 2018, 16:00 Uhr

Das Volkstheater Rostock hat in 2017 einen vorläufigen Jahresüberschuss von 521 000 Euro erwirtschaftet. Das geht aus seiner quartalsweisen Berichterstattung an die Bürgerschaft hervor. Allerdings reduziert sich der Gewinn aufgrund noch ausstehender Auszahlungen am Ende voraussichtlich auf 222 000 Euro. Das Geld soll in einen Spartopf für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen fließen, die durch die Umstrukturierung entstehen, erklärt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Rein rechnerisch schließe das Theater das Jahr daher mit einem ausgeglichenen Haushalt ab.

Dabei fallen sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben deutlich geringer aus, als im September beschlossenen Wirtschaftsplan festgelegt. Bei den Einnahmen stehen knapp 19 statt geplanter 20,7 Millionen Euro zu Buche, bei den Ausgaben sind es knapp 18,5 statt 20,7 Millionen Euro. Der Zuschuss der Stadt beträgt dabei rund 8,8 Millionen Euro, die bereits in die Einnahmen eingerechnet sind. Gleiches gilt für die knapp acht Millionen Euro, die vom Kulturministerium und aus Mitteln des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) stammen.

Ticketerlöse machen hingegen nur einen vergleichsweise geringen Teil der Gesamteinnahmen aus. Mit ihnen erzielte die Bühne im vergangenen Jahr 1,56 Millionen Euro, nach 1,35 Millionen in 2016. Allerdings sank die Zahl zahlender Besucher leicht von 102 163 auf 100 093, während die dargebotenen Vorstellungen von 687 auf 767 zulegten. Umgerechnet entspricht das einer Auslastung von 65 Prozent, im Vorjahr waren es noch 73 Prozent. Mit 27 161 Gästen blieb die Philharmonie der größte Besuchermagnet, gefolgt vom Musiktheater mit 18 285 und dem Kinder- und Jugendtheater mit 18 269 Besuchern. Am schwächsten nachgefragt war das Tanztheater mit 4841 Zuschauern. Gegenüber dem Vorjahr waren das zwar 1249 Besucher mehr, gegenüber dem Planansatz allerdings 7150 zu wenig. Unter dem Soll lag auch das Schauspiel mit 12 609 statt geplanter 15 688 Zuschauer. Im Jahr zuvor hatte diese Sparte noch 18 207 Zuschauer angelockt. Derzeit sind im Theater 244,5 von geplanten 248,38 Vollzeitstellen besetzt. Das sind 8,5 weniger als noch im Jahr zuvor. Hinzu kommen sechs Orchesterakademisten. Ende 2015 waren am Volkstheater noch 263,2 von geplanten 272,38 Vollzeitstellen besetzt. Damals besuchten rund 100 800 zahlende Gäste die 772 Vorstellungen.

Auf einen Blick: Bilanz in Kennzahlen

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 betrugen:

• die Betriebsleistung (Einnahmen) 18,997 Millionen Euro, davon 16,834 Millionen Euro als Zuschüsse
• die Aufwandsdaten (Ausgaben) 18,467 Millionen Euro
• die Personalkosten 13,463 Millionen Euro für Festangestellte, 710 000 Euro für Aushilfen und Gäste mit Arbeitnehmercharakter, 962 000 Euro für Gäste-Honorare
• die Kosten für die Bespielung der Halle 207 zusammen 299 000 Euro
• die Kosten für Rechtsberater 37 000 Euro
• der vorläufige Gewinn 521 000 Euro

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