zur Navigation springen

Weg vom Image : Volkssolidarität im Land auf neuen Wegen

vom

Die Volkssolidarität will weg von ihrem Image als Ort zum Skatspielen, Häkeln und Kaffeetrinken. Heute beraten Landesvorstand und Kreisverbände in Plau am See über die wirtschaftliche Entwicklung sowie neue Strukturen.

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2012 | 07:29 Uhr

Schwerin | Die Volkssolidarität will weg von ihrem Image als Ort zum Skatspielen, Häkeln und Kaffeetrinken. Dieses Bild stimme schon jetzt nicht, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Reinhold Sobottka gestern in Schwerin. Der mit fast 50 000 Mitgliedern größte Wohlfahrtsverband im Land habe Angebote von der Kinder- bis zur Altenbetreuung. Doch auch der Verband mit einem Durchschnittsalter seiner Mitglieder von etwa 75 Jahren müsse Antworten auf den demografischen Wandel finden. Derzeit wachse eine neue Generation von Rentnern heran, die aktiver sei und andere Vorstellungen von ihrem dritten Lebensabschnitt habe, sagte Sobottka.

Heute beraten Landesvorstand und Kreisverbände in Plau am See auf einer Klausur über die wirtschaftliche und die Mitgliederentwicklung sowie neue Strukturen der Volkssolidarität.

Zum jüngsten Skandal der Volkssolidarität in Pasewalk sagte die neue Landesgeschäftsführerin Kerstin Lie bich, der Verband wolle seine Glaubwürdigkeit zurückerlangen und alles schnell transparent machen. Die ehrenamtlichen Kreisvorstände sollen geschult werden, damit sie Unregelmäßigkeiten durchschauen und besser kontrollieren könnten.

In Pasewalk soll die ehemalige Geschäftsführerin eine für den Verkauf an den Kreisverband der Volkssolidarität vorgesehene Kita privat preiswert erworben und an den Verband weitervermietet haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

2009 war die Volkssolidarität in Güstrow und Bad Doberan in die Schlagzeilen geraten, weil ein Immobilienfonds pleite ging. Es habe damals keine Austrittswelle gegeben, auch keinen Einbruch bei den Spenden, sagte Sobottka.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen