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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 02:01 Uhr

Volkshochschule jetzt am Kabutzenhof

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2012 | 10:26 Uhr

Rostock | Tai Chi, Internet für Einsteiger, Norwegisch oder Kreativgestaltung sind Kurse, die an der Volkshochschule Rostock belegt werden können. Ab diesem Herbstsemester können die Teilnehmer einen Großteil der Veranstaltungen in den neu bezogenen Räumen Am Kabutzenhof 20 besuchen.

"Das hat für uns einige Vorteile", sagt Geschäftsführer und Leiter Dr. Horst Geyer. Denn die Adresse am Alten Markt sei zwar auch attraktiv gewesen, habe aber zu wenig Platz geboten. "Am Kabutzenhof haben wir jetzt eine ganze Etage gemietet und sind dort mit der Straßenbahnhaltestelle und genügend Parkmöglichkeiten perfekt angebunden."

Der geplante Umzug aller Standorte in ein gemeinsames Gebäude in die Erich-Schlesinger-Straße muss allerdings noch bis 2014 aufgeschoben werden. "Dort ist noch eine Berufsschule untergebracht, die nun doch noch das nächste Jahr dort bleiben will - deswegen warten wir noch etwas länger", so Geyer weiter. Dabei wäre ein Wegzug aus dem Standort in Lütten Klein dringend notwendig. "Das Haus dort ist in einem katasthrophalen Zustand", erklärt Geyer. Zum Beispiel seien die Fenster nicht richtig dicht. Trotzdem soll es in Zukunft auch vermehrt einzelne Kurse in den verschiedenen Stadtteilen geben. Denn sonst seien die Wege für viele einfach zu weit.

Eine weitere Neuerung für das neue Semester ist eine umfassende Änderung in der Entgeltordnung. Die Preise haben sich nun seit zehn Jahren das erste Mal erhöht. "Am meisten mussten wir die Gebühren für das Nachholen eines Schulabschlusses anheben. Eine Stunde kostet jetzt nicht mehr 30, sondern 50 Cent", sagt Geyer. Damit sei die Volkshochschule aber im bundesdeutschen Vergleich immer noch sehr günstig. "Wir wollen so etwa 50 000 Euro pro Semester mehr einnehmen", sagt Geyer. Auch Ermäßigungen wird es weiterhin geben. Menschen mit einem Warnow-Pass bezahlen 50 Prozent weniger. Arbeitslosengeld-II-Empfänger aus dem Umland ohne den Pass sparen 30 Prozent der Gebühren.

Ein Grund für die Preiserhöhung ist ein Einbruch der Teilnehmerzahlen der vergangenen Semester. "Wir hatten etwa 200 Kursteilnehmer weniger", und das hinge vor allem auch mit den beengten Räumen am Alten Markt zusammen, unterstreicht Geyer. Zwar würde dies bei 9000 bis 10 000 Teilnehmern jährlich nicht all zu sehr ins Gewicht fallen, aber es hinterlasse trotzdem einen finanziellen Engpass, den die Volkshochschule ausgleichen müsse.


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