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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 18:57 Uhr

Rostocker Zoo : Vogelgrippe ist überstanden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Proben zeigen bei allen 500 Tieren keine neuen Infektionen. Die gesamte Anlage kann wieder geöffnet werden.

von
erstellt am 20.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Freude im Rostocker Zoo: Kein weiteres Tier hat sich mit dem hoch ansteckenden Vogelgrippe-Virus infiziert. Das zeigen die Ergebnisse einer zweiten Untersuchung aller gut 500 Vögel. „Uns fällt nun regelrecht ein Gebirge vom Herzen. Es war grauenhaft, jeden Morgen mit der Angst aufzuwachen, dass vielleicht noch mehr Tiere getötet werden müssen“, sagte Zoo-Direktor Udo Nagel gestern.

Der gesamte Tierpark ist wieder geöffnet. Lediglich die Vogelbereiche bleiben aufgrund weiterer tierärztlicher Untersuchungen gesperrt. Das betrifft den Regenwald-Pavillon, die Stelzvogelwiese, die Seevogelvoliere und das Vogel- Reptilien-Haus.

Auch Agrarminister Till Backhaus (SPD) ist erleichtert: „Ich freue mich sehr, dass wir für den Zoo nun Klarheit haben. Zum Glück gab es keine Ausbreitung dieser hochgefährlichen Seuche – auch aufgrund unserer Maßnahmen.“ Die Mitarbeiter hätten unter Hochdruck gearbeitet und mehr als 1200 Proben eingesammelt und ausgewertet. Dabei wurden nicht nur die Zoo-Tiere behandelt, sondern auch das Geflügel in den umliegenden Stallungen.

Die Untersuchungen ergaben, dass im Zoo lediglich die Flamingos Antikörper gebildet hätten. Weiter unklar ist, wie sich das Virus verbreitet hat. „Wir können viele Theorien aufstellen, es kann sein, dass infizierte Wildvögel mit den Zoo-Tieren Kontakt hatten oder sogar, dass ein Besucher den Erreger mitgebracht hat“, so Minister Backhaus weiter.

Aus diesem Grund bleiben die ausgelegten Desinfektionsmatten weiterhin an den Ein- und Ausgängen des Tierparks und auch die Mitnahme von Hunden ist untersagt. Schließlich bestehe noch immer ein Restrisiko, dass der H5N8-Erreger auf Säugetiere überspringt. „Mit den Matten wollen wir vor allem unsere Tiere schützen“, verdeutlichte Nagel. Es gehe nun darum, Infektionsrisiken zu vermeiden. In 21 Tagen sollen erneut Proben von allen 500 Vögeln genommen werden, um auszuschließen, dass sich weitere Tiere angesteckt haben.

Am 8. Januar war bei einem Weißstorch im Zoo das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Insgesamt mussten 60 Tiere getötet werden.

Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Vogelgrippe nicht. „Sicherlich wurden Impfstoffe getestet, aber ob diese dann so wirken, wie wir das wollen, ist infrage zu stellen“, so Backhaus. Denn das Virus sei intelligent und anpassungsfähig.

Noch bis zum 31. Januar kann der Zoo zum halben Eintrittspreis besucht werden.

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