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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. September 2017 | 06:35 Uhr

Rostock : Vladiniev führt ganz nach oben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mehr als 200 Stufen und bis zu 47 Meter hoch in den Dachboden ging es für Besucher der St. Marienkirche am gestrigen Denkmaltag

Hoch hinaus ist es gestern am Tag des offenen Denkmals gegangen. Dort hatten die Besucher der St. Marienkirche die seltene Gelegenheit, das historische Gebäude von einer anderen Seite kennenzulernen.

Nach dem morgendlichen Gottesdienst begann die erste Führung bis in den Dachboden des Kirchenturmes mit Vladiniev Korobenikov. „Ich freue mich besonders über die hohe Teilnehmerzahl bei der ersten Führung“, sagte der Gruppenführer, der bereits seit 2008 durch die alten Gemäuer der Kirche geleitet. „Die erste Station des Rundganges ist der Orgelbalkon, von dem man einen weitreichenden Überblick über den Innenraum bekommt.“ Dann ging es über mehrere Treppenstufen und einige enge Gänge weiter in den Dachstuhl der Marienkirche.

Dort konnten die zirka 20 Teilnehmer der Tour einige der 5700 Orgelpfeifen bestaunen. Der nächste Blickfang ließ dann auch nicht lange auf sich warten: Die Kirchenglocken beherbergen einige Geschichten – und Korobenikov kennt sie alle. „Hier im Dachstuhl haben wir die Bürgerglocke, die älteste Glocke der Kirche“, erzählte er. „Die Risse, die hier an der Glocke zu sehen sind, stammen von einer Granate, welche die Rote Armee bei der Einnahme Rostocks 1945 verwendete“. Die letzte Etappe in der mehr als 750 Jahre alten Kirche war der Dachboden. „Mittlerweile sind wir in einer Höhe von 47 Metern angekommen“, erklärt Korobenikov. Diese Höhe bot den Gästen einen kurzen Moment der Ruhe und einen tollen Ausblick über die Hansestadt.

Den Rundgang der besonderen Art genossen auch Reinhard Krenzlau und Stephan Padberg. Sie waren den weiten Weg aus Südfrankreich und Berlin angereist, um sich von der Architektur des evangelisch-lutherischen Bauwerkes überwältigen zu lassen. „Wir machen das erste Mal so eine Führung mit und es ist wirklich interessant, so eine Kirche mal auf andere Weise kennenzulernen“, erzählte Padberg. Nach einem anstrengenden, knapp halbstündigen Aufstieg brachte eine Wendeltreppe mit 206 Stufen die Besucher wieder in den Hauptraum der Kirche. Dort konnten sich die Teilnehmer am Basar bei Kaffee und Kuchen stärken. Währenddessen bereitete sich Vladiniev Korobenikov auf seine nächste Tour vor, die pünktlich um 11.30 Uhr startete.

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