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13. Dezember 2017 | 18:01 Uhr

Vierungsturm: Noch fehlen 100 000 Euro

vom

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erstellt am 27.Dez.2011 | 07:51 Uhr

Warnemünde | In der Kirche von Warnemünde müssen die Aufsichtskräfte jetzt im Winter deutlich weniger frieren. Der Förderverein der Kirche hat den Bereich hinter der letzten Bankreihe mit einer Glasverkleidung ausgestattet. "Das war nicht einfach", sagt Architekt Helmut Bach, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der evangelisch-lutherischen Kirche zu Warnemünde.

Der Bereich vom Buchverkauf ist inzwischen mit zehn Millimeter dickem Sicherheitsglas ausgestattet worden. Der pensionierte Tischler Wolfgang Lange, den Warnemünder seit der Schulzeit nur "Schinner" nennen, hat Stufen verkleidet und Stützen eingebaut. Das soll dem schweren Glas den nötigen Halt geben. Lange hat den Förderverein schon mehrfach ehrenamtlich unterstützt. Von ihm stammt auch der Eichentisch für das Uhrwerk der alten Kirche, das vorher im Städtischen Museum beheimatet war. Darüber hinaus hat Lange noch das Kruzifix von 1490 mit einem Holzsockel ausgestattet.

"Solche Helfer und Fachkräfte sind für uns ganz wichtig bei unseren Vorhaben", sagt Bach. Außerdem gehört zu den Dingen, die der Verein realisiert hat, eine Sauberlaufzone im Eingangsbereich des Gotteshauses.

Neue Heizung mit 14 Schaltkreisen

Im Frühjahr startet das nächste Etappenziel des Vereins: Dann wird in Zusammenarbeit mit dem städtischen Grünamt weiter am grünen Umfeld der Kirche gearbeitet. "Im Sommer dreht das ZDF eine Woche in der Kirche", sagt Bach. Bis dahin wollen die Förderer das Umfeld aufgewertet und die Außenbeleuchtung installiert haben. Bei letzterem helfen auch die Stadtwerke.

Der größte Traum des Vereins und des Warnemünder Architekten ist ein neuer Vierungsturm. Alte Fotos von Warnemünde zeigen ihn noch. "Man hat daher immer das Gefühl, dass auf der Kirche etwas fehlt", sagt Bach. Der Turm soll dort hin, wo sich die beiden Firste kreuzen. Doch bevor es so weit ist, müssen erst 100 000 Euro zusammenkommen. Von Unternehmen liegen Zusagen für Sach- und Arbeitsleistungen vor. Aber ohne das Geld kann der Startschuss nicht erteilt werden. Das Projekt liegt daher in der Ferne.

Zehn Meter hoch soll der neue Vierungsturm werden und aus drei Teilen bestehen. Fotografenmeister Wolfhard Eschenburg besitzt ein Bild aus der Mitte der 50er-Jahre, das die Kirche mit ihrem Original-Vierungsturm zeigt. Der Verein will nun überlegen, wie das Geld in die Kasse kommen kann.

Vorher wird etwas anderes realisiert: Der Kirchgemeinderat plädiert für eine neue Heizung. Durch 14 Schaltkreise ist sie effektiver einzusetzen als die derzeitige, die nur einen Schaltkreis hat. "Man kann dadurch einzelne Bereiche separat heizen", sagt Bach. Das senkt die Betriebskosten.

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