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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 02:13 Uhr

Brinckmansdorf : Viertklässler erziehen Autofahrer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zum Schulstart kontrollieren die kleinen Aufpasser gemeinsam mit der Polizei die Kindersitze und eingehaltene Anschnallpflicht

von
erstellt am 06.Sep.2016 | 08:00 Uhr

Ist das Kind angeschnallt? Sitzt der Gurt richtig? Handelt es sich um einen passenden Kindersitz? Das alles haben die Viertklässler Amelie, Scadi, Hannes, Luca und Maximilian am gestrigen ersten Schultag vor der John-Brinckman-Schule kontrolliert. „Bis jetzt war alles okay, aber einer ist schon geflüchtet“, sagt Amelie, die sich zusammen mit Scadi und Polizeihauptmeisterin Kerstin Lange die Autofahrer vornahm.


Eltern sind gut vorbereitet


Das Jungsteam hatte ebenfalls nichts zu beanstanden. Alle Eltern, die sich trotz Polizei auf den Parkplatz trauten, hatten sich vorbildlich vorbereitet. Das Chaos auf der Straße vor dem Parkplatz war dafür um so größer. „Die Whatsapp-Gruppen der Eltern scheinen gut zu funktionieren – so wenige, wie heute vorgefahren sind“, sagt Schulleiterin Catrin Leiding. Sie konnte gestern 64 Erstklässler begrüßen, insgesamt betreuen sie und ihre Lehrer knapp 280 Schüler. „Die meisten davon kommen mit dem Auto“, so Leiding. Wenn Luca nicht mit dem Bus zur Schule fährt, wird auch er per Auto gebracht. Der Zehnjährige weiß, wie es richtig geht: „Ich bin immer sehr gut angeschnallt.“

Sein Freund Hannes ist hingegen meist zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Deshalb freut er sich auch schon auf den Unterricht im Verkehrsgarten im Barnstorfer Wald, der auf dem Lehrplan der Viertklässler steht. „Da lernen wir, wie wir richtig Fahrrad fahren“, so Hannes.

Einer, der ihnen das beibringt, ist Polizeihauptkommissar Siegmund Bruhn. Er begleitete die fünf kleinen Aufpasser gestern auch vor der Schule. Mit dem Ergebnis ist er zufrieden: „Die Kontrollen haben gezeigt, dass wir keine Beanstandungen hatten.“ Wichtig seien die Stichproben trotzdem, denn „die Kinder sind nun mal die schwächsten Verkehrsteilnehmer“. Sie könnten beispielsweise noch nicht über Autodächer gucken und den Verkehr auch nicht immer richtig einschätzen.


Übung macht den Meister


„Wir wollen zusammen mit den Eltern für einen sicheren Schulweg sorgen“, so Bruhn. Diese sollten mit ihrem Nachwuchs die Bewältigung der Strecke öfter üben und sich im Straßenverkehr vorbildlich verhalten, rät seine Kollegin Lange. Dazu gehöre beispielsweise das bewusste Stehenbleiben am Bordstein oder aus dem Auto immer nur zur Gehwegseite hin auszusteigen. „Gerade zu Beginn des Schuljahres herrscht immer Spannung“, sagt Lange. Die Polizei werde daher in den ersten beiden Wochen verstärkt vor Rostocker Schulen präsent sein – auch, um das allgemeine Verkehrschaos zu den Bring- und Abholzeiten in möglichst geordnete Bahnen zu lenken. Gestern waren die Beamten dafür auch schon in anderen Stadtteilen wie der Kröpeliner-Tor-Vorstadt unterwegs.

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