Stadtentwicklung : Vier Kunstwerke für das Petriviertel

Neu: das Wohngebiet Petriviertel
1 von 2
Neu: das Wohngebiet Petriviertel

Rostock investiert mehr als 300 000 Euro in bildhauerische Arbeiten, die das neue Wohnquartier verschönern sollen. Mitte 2014 soll es erste Ideen geben.

svz.de von
17. Dezember 2013, 23:00 Uhr

Das neu entstehende Petriviertel soll durch Kunstwerke verschönert werden. Dafür nehmen die Stadt und die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung und -entwicklung (RGS) insgesamt mehr als 300 000 Euro in die Hand. Geplant ist ein künstlerischer Planungswettbewerb mit zwei Phasen. An vier Standorten im neuen Wohnquartier sollen Kunstwerke den öffentlichen Raum bereichern.

„Es ist die Aufgabe der Hansestadt, zusammen mit der RGS das Umfeld mit schönen Bauten und interessanten Kunstwerken auszugestalten“, sagt Michaela Selling, Leiterin des Amtes für Kultur, Denkmalpflege und Museen. Bereits 2010, zwei Jahre nachdem der Beschluss zur Entwicklung des Areals unterhalb der Stadtmauer gefallen war, wurde der Prozess zur künstlerischen Gestaltung des Petriviertels angeschoben, wie Michaela Selling sagt. Finanziert wird das Vorhaben zum Teil aus Städtebaufördermitteln aus dem Etat der RGS, zum anderen Teil aus kommunalen Mitteln. Dafür hat die Hansestadt in den zurückliegenden Haushaltsjahren Reserven geschaffen, die nun für dieses Prestigeprojekt verwendet werden sollen. Dabei entfallen rund 34 000 Euro auf die Finanzierung des Wettbewerbs. Etwa 266 000 Euro werden für Beteiligungshonorare und Realisierung der Kunstwerke aufgewendet.

„Durch den Wettbewerb erhoffen wir uns eine große Vielfalt von Ideen“, sagt Michaela Selling. Nachdem der Hauptausschuss dem Vorhaben zugestimmt hat, soll nun zeitnah der Wettbewerb ausgelobt werden. In der ersten Phase sollen für die vier Standorte – Petrischanze, Küterbruch, Warnowuferkante und oberhalb des Gerberbruchs – konkrete Aufgabenstellungen formuliert werden. Die zweite Phase sieht vor, dass ausgewählte Künstler ihre Vorstellungen für die vier Standorte durcharbeiten. Ein Preisgericht wird aus den eingehenden Bewerbungen zwölf Künstler auswählen, die dann dazu aufgefordert werden, einen Entwurf einzureichen. Für jeden Standort wird schließlich eine Arbeit ausgewählt.

„Wir haben das Augenmerk auch darauf gerichtet, dass die Bürger mitreden können“, so die Amtsleiterin. Darum wird ein Mitglied des Ortsbeirates Stadtmitte als stimmberechtigtes Mitglied im Preisgericht sitzen. Außerdem ist eine Ausstellung mit Arbeiten aller zwölf ausgewählten Künstler geplant. Bei einer öffentlichen Veranstaltung soll dann diskutiert werden können. Mitte 2014 sollen die Ergebnisse des Wettbewerbs vorliegen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen