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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 00:08 Uhr

Heimatmuseum : Viele Stücke sind defekt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Warnemünde beantragt Geld bei der Stadt / Apothekerin hilft

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2015 | 11:00 Uhr

Museumschefin Kathrin Möller hat bei der Hansestadt Mittel zum Restaurieren einiger reparaturbedürftiger Stücke aus dem Textilfundus beantragt. Der Vorgang ist derzeit noch in der Bearbeitung. Das Museum hofft sehr auf eine Zusage. Denn es ist in den Jahren einiges an Reparaturstau zusammengekommen.

Ganz spontan und ohne bürokratischen Aufwand hat Apothekerin Siglinde Lindauer die neue Leiterin des Museums unterstützt. Sie brachte gestern 580 Euro. Wer in ihrer Detharding-Apotheke für das Heimatmuseum spendete, bekam einen Kalender für dieses Jahr geschenkt. Diese Art der Unterstützung des Museums praktiziert die engagierte Apothekerin schon seit 2005, in den Jahren kamen insgesamt schon 5465 Euro zusammen. „Wir bedanken uns, dass die Patienten und Kunden gern für das Heimatmuseum spenden. Manche haben auch ohne einen Kalender zu erhalten, die Aktion unterstützt“, sagt die Apothekerin, die auch ihrem Team sehr dankbar ist.

„Das Geld fließt zum größten Teil noch in die Reparatur des Kamisols, das Textilrestauratorin Susanne Buch zurzeit aufarbeitet“, sagt Möller. „Der Aufwand bei dem desolaten Uniformjäckchen ist so groß, dass das kalkulierte Budget nicht reicht“, sagt sie. Von dem Geld kann sie noch Reinigungsarbeiten im Textilfundus auslösen. Es gibt viele Stücke mit Flecken, die dadurch aufgewertet werden.

Auch hier setzt Kathrin Möller auf Menschen, die dem Museum verbunden sind. Denn das ganze Vorhaben fällt in das Kapitel Reparatur-Patenschaften, die seit Kurzem in Warnemünde praktiziert werden. Neben Textilien gibt es zum Beispiel noch defekte Keramiken, die auf Paten warten, die eine Restauration bezahlen. Aus der Zeit um 1900 stammen beispielsweise auch Steingut aus englischer Produktion. Dort fehlt eine Tülle beziehungsweise bei einem Rand ist etwas herausgebrochen. Parallel zu den englischen Gefäßen gibt es noch ein grünes Kännchen aus der gleichen Zeit, das aus Deutschland stammt. Darauf steht aus heutiger Sicht in etwas irritierender Schreibweise: „Der Heilige Damm bei Doberan und Blücherplatz in Rostock“.

Im Zuge der Umgestaltung der Museumswebseite sollen sich dort später Informationen über Patenschaften und Vorher-/Nachher-Bilder von Exponaten finden. Außerdem kann sich die Museumsleiterin vorstellen, dass aufwändig restaurierte Stücke nach der Fertigstellung im Netz und Museum ausgestellt werden.

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