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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 18:02 Uhr

50 Jahre Klaashahns : Viele Shantys und Lobesworte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Große Festveranstaltung im Kurhaus mit vielen Ehrengästen und Fans.

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Als der Shantychor De Klaashahns sich vor 50 Jahren gegründet hat, war Stau angesichts der langen Wartefristen auf ein Auto eher selten. Bei der Festveranstaltung am Sonnabend im Kurhaus blieben anfangs deshalb Plätze leer. Der Stau in Richtung Warnemünde hatte bereits in Rostock begonnen. Für Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) ein Grund, seinen Fahrer weiter fahren zu lassen und zu Fuß zu kommen. „Der Shantychor ist nicht zufällig in Warnemünde entstanden“, sagt der Minister. „Er wurde an einem Ort mit langer Seefahrer- Schiffbauertradition gegründet. Aus der Alltagskultur eines harten Arbeiterlebens entstanden, sind diese Lieder heute Folklore und Bestandteil eines regionalen Selbstbewusstseins.“

Die Vereins-Chronik, die Jochen Glende in knapp 1000 Arbeitsstunden zusammengetragen, geschrieben und gelayoutet hat, ist vom Land mit 2000 Euro gefördert worden. Für seine Fleißarbeit wurde Glende mit einem Gutschein geehrt. Und Mitglied Otto Kuhl erhielt für die aufwändige Organisation des Festes – 18 Monate Arbeit – als Dankeschön Blumen und Präsentkorb.

Sänger der ersten Stunde ist Reinhold May, der dafür vom Chorverband geehrt wurde. Auch an Hermann Czerwerny von der ehemaligen Fischereiproduktionsgenossenschaft als früheren Förderer ging ein Dank.

Zu den Gratulanten zählte Trainerlegende Ulli Wegner aus dem Sauerland-Boxstall. „Ich bin euer Fan, ich vergesse nie den Auftritt zu meinem 70. Geburtstag, da reden meine Freunde noch heute von.“ Bei der Festveranstaltung gab es Ehrengäste wie die Gründungsmitglieder Uwe und Kurt Jahnke, den einstigen Ministerpräsidenten Harald Ringstorff, der vom Chor wie ein Freund gesehen wird. Als solchen bezeichnen De Klaashahns auch das Ehrenmitglied Horst Marx, der in wortgewandter Art den Nachmittag moderierte. Außerdem war Alfons Urhahne zu Gast, von dem das Lied „An der Ostsee ist’s schön“ stammt.

Es war ein Nachmittag der Versprechen: Minister Brodkorb und Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) versprachen, dass zum 25. Jubiläum der Sail einige Segler mit Shanty-Chören begrüßt werden. Und der OB bat die Klaashahns um eine zünftige Begrüßung, wenn die „Sedov“ kommt. Außerdem offenbarte Methling, dass zum 25. Jubiläum der Sail neue Krawatten hergestellt werden. „Wir werden offizieller Krawattenausstatter der Klaashahns“, scherzte er und kündigte an, dass 2018 zum 800-jährigen Stadtjubiläum 100 Shanty-Chöre nach Rostock kommen.

Auch dem musikalischen Leiter Klaus Papenfuß und dem Vorsitzenden Willi Kurth wurde gedankt. Anklang fand das genreübergreifende Spiel von Andreas Pasternack und Band. Am Schluss sangen De Klaashahns und andere Shantychöre Martha Müller-Grählerts Hymne „Wo de Ostseewellen“ zusammen.

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