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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. September 2017 | 02:49 Uhr

Viel Arbeit und zu wenig Personal

vom

svz.de von
erstellt am 22.Nov.2011 | 08:28 Uhr

Rostock | Gerade ist die Sanierung des Kulturhistorischen Museums abgeschlossen. Der wunderschöne Gemäldesaal komplettiert das historische Klosterensemble und schafft weiteren Raum für Ausstellungen - Mehr Arbeit für die Mitarbeiter also. Doch mit seinem Personal stößt das Museum im Kloster zum Heiligen Kreuz mittlerweile an seine Grenzen. Seit mehr als einem Jahr ist die Stelle der Museumsleitung unbesetzt. Nachdem die bisherige Chefin Dr. Heidrun Lorenzen in Ruhestand gegangen ist, hat Dr. Steffen Stuth die Leitung des Hauses kommissarisch übernommen. Mittlerweile droht diese Übergangslösung jedoch zum Dauerzustand zu werden.

Kultursenatorin Dr. Liane Melzer (SPD) schlägt Alarm. "Als Vorgesetzte kann ich diesen Zustand nicht mehr verantworten", sagte sie im Kulturausschuss. Es sei daher dringend erforderlich, dass die Stelle der Museumsleitung wiederbesetzt wird. Derzeit muss das Kulturhistorische Museum mit sechs Stellen auskommen: Stuth als kommissarischer Leiter, Museologin Annelen Karge, eine Museumspädagogin, ein Techniker, eine Kollegin für den Haushalt und übergangsweise bis zum Ende des Jahres eine Sekretärin. "Das ist ein vergleichsweise kleiner Personalkörper", sagt Melzer.

Und das, wo schon jetzt abzusehen ist, dass die Aufgaben für das Kulturhistorische Museum künftig weiter wachsen werden. Denn die Bürgerschaft hat das Museumskonzept beschlossen. Ein Schwerpunkt darin: Der Ausbau der August-Bebel-Straße 1 zu einem zweiten Standort für das Kulturhistorische Museum. Hier soll 2018 die große Ausstellung zum Stadtjubiläum und zeitgleich zum Jubiläum der Universität 2019 organisiert werden. "Das heißt, das immer mehr Arbeit auf das Kulturhistorische Museum zukommt", fasst die Senatorin zusammen. Darum hat sie im Kulturausschuss um Unterstützung geworben. Melzer hat die Ausschussmitglieder gebeten, eine entsprechende Beschlussvorlage in die Bürgerschaft einzubringen, damit die Stelle der Museumsleitung wieder besetzt werden kann. Die Senatorin hofft, dass noch auf der Dezembersitzung der Bürgerschaft eine Entscheidung getroffen werden kann.

Darüber hinaus hat Melzer im Auftrag der Bürgerschaft eine Zusammenlegung des Kulturamtes und des Amtes für städtische Museen geprüft. Dies ist Teil des Haushaltssicherungskonzeptes. Melzers Ergebnis: "Bei der zu bewältigenden Aufgabenfülle ist eine Zusammenlegung nicht möglich." Denn im Kulturamt wird gerade an den Kulturpolitischen Leitlinien für die Hansestadt gearbeitet. Ziel der von der Bürgerschaft angeregten Fusion solle es sein, langfristig eine Amtsleiterstelle mit dazugehörigem Sekretariat einzusparen.

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