Bilanz : Videos: Ahoi, Hanse Sail!

Das wars: Mit der Parade der Nationen endete am Sonntagabend die 28. Hanse Sail. Nun stechen die Schiffe wieder in See.
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Das wars: Mit der Parade der Nationen endete am Sonntagabend die 28. Hanse Sail. Nun stechen die Schiffe wieder in See.

Organisatoren ziehen erfolgreiches Fazit: Rund 170 Schiffe aus zehn Nationen begeistern etwa eine Million Besucher.

svz.de von
12. August 2018, 20:45 Uhr

Vier Tage Hanse Sail liegen hinter Rostock – vier erfolgreiche Tage, ziehen die Veranstalter des weltweit größten Traditionsseglertreffens ein positives Fazit. Trotz einiger Wetterkapriolen war die 28. Auflage eine „Veranstaltung, die geprägt war vom friedlichen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Nationen“, bilanziert Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Rund 170 Schiffe aus zehn Nationen konnten die etwa eine Million Besucher im Stadthafen und Warnemünde hautnah erleben, die sich weder von Sturm noch Regen abschrecken ließen. Zehntausende nutzten die Chance, selbst einmal an Bord mitzusegeln.

 

„Aus den Reaktionen der Menschen, die mich angesprochen haben, können wir interpretieren, dass wir eine komplizierte Wettersituation gut gemeistert haben“, zeigte sich auch Organisator Holger Bellgardt, Leiter des Hanse Sail-Büros, zufrieden. Wegen angekündigten Sturms bis Windstärke 9 musste das Programm am Freitag erstmals in der Geschichte der Sail bis Mittags abgesagt werden. „Hier kam das neue Sicherheitskonzept zum Tragen“, so Bellgardt. Dieses gibt auch Maßnahmen bei extremen Wetterbedingungen vor. „Zum Glück war das Wetter am Freitag nicht so schlimm wie angesagt, dafür danach aber schlechter als prognostiziert“, so der Sail-Organisator, der das maritime Volksfest als erneut unproblematische Großveranstaltung einstuft. „Das spricht für die Sail“, so Bellgardt.

 

Auch Polizei und Wasserschutzpolizei bestätigen den insgesamt friedlichen Charakter. Über den gesamten Veranstaltungszeitraum seien 23 Strafanzeigen , unter anderem wegen Raub, Körperverletzung, Diebstahl, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoß gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz, aufgenommen worden. Auch auf dem Wasser blieb es ruhig – abgesehen unter anderem vom Unfall zwischen der „Mir“ und einem Sportboot.

 

Zufrieden mit der 28. Hanse Sail waren auch die zahlreichen Markthändler. „Insbesondere der Sonnabend war ein sehr guter Tag für die Markttreibenden. Nur der viele Wind hat den Händlern in Warnemünde etwas zu schaffen gemacht“, sagt Inga Knospe, Geschäftsführerin der Großmarkt Rostock GmbH, die den Marktbereich im Stadthafen organisiert.

 

Bereits im Hinblick auf die 30. Sail im Jahr 2020 betont Organisator Bellgardt, wie wichtig der stete Dialog zwischen allen Beteiligten sei. „Was wir machen müssen, wenn wir die Sail weiterentwickeln wollen – und wir haben einige Ideen – ist, an einen Tisch zu kommen und zu überlegen, was besser und eventuell anders gemacht werden muss.“ So sei beispielsweise zu überlegen, wie die Haedgehalbinsel als Veranstaltungsfläche noch besser strukturiert werden könne. „Dass wir in diesem Jahr kein Feuerwerk in Warnemünde hatten, war schade. Es hat gefehlt, den Warnemündern wie den Schiffsbesatzungen“, sagt Bellgardt. Auch hier müssten nun für die Zukunft Randbedingungen definiert werden, damit es in den kommenden Jahren wieder an der Ostmole stattfinden kann. „Die Spitze der Ostmole bleibt die erste Wahl“, erklärt der Sail-Organisator. Und falls nicht, müssten parallel Alternativen her. „Wir müssen immer wieder Kompromisse finden und alle Beteiligten mit einbeziehen.“


Alles Rund um die Hanse Sail 2018 finden Sie hier:
 

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