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Havarie auf der Hanse Sail : Video: „Stettin“ kollidiert mit Fähre - Rumpf aufgerissen

vom

Dampfeisbrecher schrammt finnisches Frachtschiff. Glück im Unglück: kein Wassereinbruch.

svz.de von
erstellt am 12.Aug.2017 | 12:47 Uhr

Größtenteils mit dem Schrecken davongekommen sind etwa 145 Passagiere am Sonnabendvormittag auf dem Dampfeisbrecher Stettin. Gegen 11 Uhr kollidierte das Traditionsschiff im Überseehafen aus noch ungeklärter Ursache mit der finnischen Fähre „Finnsky“. Zehn Personen wurden verletzt, drei mussten ärztlich versorgt werden. Ein zwei Meter langer Riss klafft im Rumpf der Stettin, kurz über der Wasserlinie, glücklicherweise drang kein Wasser ein.

Das Unglück direkt an Bord miterlebt hat Manuela Isensee. „Wir haben die Ausfahrt meinem Vater geschenkt und wollten eigentlich einen  schönen Vormittag verbringen“, sagt sie. Ein Mitarbeiter habe gerade über die Eckdaten des Schiffes gesprochen als Crew und Passagiere merkten, dass man der großen Fähre verdächtig nahe kommt. „Das passt schon, sagte  einer der Mitarbeiter noch. Sekunden später hat es gescheppert. Die Leute, die nicht saßen, sind alle umgefallen.“ Der Schreck sei nur kurz gewesen. Im Anschluss habe die Rettungskette  reibungslos funktioniert. Die Polizei seit sofort vor Ort gewesen, Passagiere wurden mit Essen versorgt, von Bord geleitet und per Bus zurück in die Stadt gebracht. „Uns wurde angeboten, dass wir auf andere Schiffe umgebucht werden oder das Geld zurück bekommen, das hat  vorbildlich geklappt.“

Hafenkapitän Gisbert Ruhnke kann zur  Ursache  des Zusammenstoßes noch keine Angaben machen.  „Wir haben nur gesehen, dass die Stettin auslaufend war und zur Seite gedrückt wurde. Es könnte   an den Windverhältnissen gelegen haben.“ Das werde von der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung heute begutachtet.  Die Schadenssumme  ist noch unbekannt. Der  ehrenamtlich arbeitende Verein freut sich über jede Spende für die anstehende Reparatur. „Es kann richtig teuer werden, eventuell sogar den Verein in Schieflage bringen“, so Zahlmeisterin Christina Günther. Nach der Begutachtung wolle man die Stettin fit machen für die Überfahrt zu einer Hamburger Werft.

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